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Subject: EUR-Lex - 31994H0820 - DE
Date: Tue, 30 Dec 2008 14:41:56 +0100
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<HTML lang=3DDE><HEAD><TITLE>EUR-Lex - 31994H0820 - DE</TITLE>
<META content=3DDE name=3DDC.language>
<META content=3D"EUR-Lex - 31994H0820 - DE" name=3DDC.title>
<META=20
content=3D"Ausk=C3=BCnfte und Nachpr=C3=BCfungen, Elektronische =
Datenverarbeitung, Informationszugang, Handelsrecht, Vertraulichkeit, =
Datenrecht, =C3=9Cbertragungsnetz, Informationsaustausch, "=20
name=3DDC.subject>
<META=20
content=3D"94/820/EG: Empfehlung der Kommission vom 19. Oktober 1994 =
=C3=BCber die rechtlichen Aspekte des elektronischen Datenaustausches =
(Text von Bedeutung f=C3=BCr den EWR)  "=20
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<META http-equiv=3DContent-Type content=3D"text/html; =
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<META content=3D"Amtsblatt Nr. L 338 vom 28/12/1994 S. 0098 - 0117; "=20
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<META content=3DOPOCE name=3DDC.publisher>
<META scheme=3DURI=20
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<P class=3Dbglang><A class=3Dlangue accessKey=3D8=20
href=3D"http://eur-lex.europa.eu/editorial/legal_notice.htm"><B>Avis =
juridique=20
important</B></A> <BR></P></DIV>
<DIV class=3Dbgtool><EM class=3Dnone>|</EM> </DIV></DIV><A =
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<H1>31994H0820</H1>
<P><STRONG>94/820/EG: Empfehlung der Kommission vom 19. Oktober 1994 =
=C3=BCber die=20
rechtlichen Aspekte des elektronischen Datenaustausches (Text von =
Bedeutung f=C3=BCr=20
den EWR) </STRONG><BR><EM><BR>Amtsblatt Nr. L 338 vom 28/12/1994 S. 0098 =
-=20
0117<BR></EM></P><BR>
<DIV id=3DTexteOnly>
<P><TXT_TE>
<P>EMPFEHLUNG DER KOMMISSION vom 19. Oktober 1994 =C3=BCber die =
rechtlichen Aspekte=20
des elektronischen Datenaustausches (Text von Bedeutung f=C3=BCr den =
EWR) (94/820/EG)=20
</P>
<P>DIE KOMMISSION DER EUROP=C3=84ISCHEN GEMEINSCHAFTEN -</P>
<P>gest=C3=BCtzt auf den Vertrag zur Gr=C3=BCndung der Europ=C3=A4ischen =
Gemeinschaft, </P>
<P>in Erw=C3=A4gung nachstehender Gr=C3=BCnde: </P>
<P>Mit dem Beschlu=C3=9F 91/385/EWG des Rates (1) wurde die zweite Phase =
des=20
Tedis-Programms (Trade electronic data interchange systems - =
elektronische=20
Austauschsysteme f=C3=BCr Handelsdaten) festgelegt. Artikel 3 der =
Entscheidung=20
bezieht sich auf die rechtlichen Aspekte des elektronischen =
Datenaustauschs=20
(EDI). In Anhang 1 zu der Entscheidung ist die Fertigstellung des =
Entwurfs einer=20
Europ=C3=A4ischen EDI-Mustervereinbarung vorgesehen. </P>
<P>Vereinbarungen =C3=BCber die Teilnahme der EFTA-L=C3=A4nder Finnland, =
Island, Norwegen,=20
=C3=96sterreich, Schweden und Schweiz wurden 1989 (2) vom Rat gebilligt. =
</P>
<P>EDI kann durch die Erleichterung des Datenaustauschs zwischen =
Anwendern in=20
zunehmendem Ma=C3=9F zur Wettbewerbsf=C3=A4higkeit europ=C3=A4ischer =
Unternehmen im=20
Produktions- und Dienstleistungssektor beitragen. </P>
<P>Die F=C3=B6rderung und schnelle Entwicklung von EDI in Europa sowie =
zwischen=20
Europa und Drittl=C3=A4ndern erfordert ein besseres Verst=C3=A4ndnis der =
rechtlichen=20
Auswirkungen von Transaktionen =C3=BCber EDI seitens der =
Wirtschaftsteilnehmer. </P>
<P>Die Arbeiten, die w=C3=A4hrend der ersten Phase des mit dem =
Beschlu=C3=9F 87/499/EWG=20
des Rates (3) eingef=C3=BChrten Programms Tedis (1988-1989) geleistet =
wurden, f=C3=BChrten=20
zum Entwurf einer "Europ=C3=A4ischen EDI-Mustervereinbarung". </P>
<P>Eine "Europ=C3=A4ische EDI-Mustervereinbarung" w=C3=BCrde zur =
F=C3=B6rderung von EDI=20
beitragen, da sie einen flexiblen und konkreten Ansatz zur L=C3=B6sung =
der=20
rechtlichen Fragen des Einsatzes von EDI bieten und die Kooperation =
zwischen den=20
Anwendern beim Austausch von EDI-Nachrichten f=C3=B6rdern w=C3=BCrde. =
</P>
<P>Die Verwendung einer "Europ=C3=A4ischen EDI-Mustervereinbarung" =
w=C3=BCrde die=20
rechtlichen Rahmenbedingungen verbessern, da sie einen einheitlichen =
Ansatz zur=20
L=C3=B6sung rechtlicher Fragen bietet. Sie w=C3=BCrde die rechtliche =
Sicherheit f=C3=BCr die=20
Handelspartner erh=C3=B6hen und die Unsicherheitsfaktoren beim Einsatz =
von EDI=20
vermindern. Mit einer Mustervereinbarung lie=C3=9Fe sich vermeiden, =
da=C3=9F jedes=20
Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, seine eigene=20
"Austauschvereinbarung" entwerfen mu=C3=9F. Doppelarbeit w=C3=A4re =
mithin ausgeschlossen.=20
</P>
<P>Die "Europ=C3=A4ische EDI-Mustervereinbarung" besteht aus rechtlichen =

Bestimmungen, die durch technische Spezifikationen zu erg=C3=A4nzen =
sind. Diese=20
werden dem spezifischen Anwenderbedarf entsprechend in einem Technischen =
Anhang=20
festgelegt. </P>
<P>Die "Europ=C3=A4ische EDI-Mustervereinbarung" zielt darauf ab, einen =
angemessenen=20
Schutz vertraulicher und personenbezogener Daten zu gew=C3=A4hrleisten, =
insbesondere=20
im Sinne des Vorschlags f=C3=BCr eine Richtlinie des Rates zum Schutz =
nat=C3=BCrlicher=20
Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien=20
Datenverkehr (4). </P>
<P>Die "Europ=C3=A4ische EDI-Mustervereinbarung" unterst=C3=BCtzt =
internationale und=20
europ=C3=A4ische Normen. </P>
<P>Der Bedarf an standardisierten "Austauschvereinbarungen" wird von =
anderen=20
internationalen Organisationen, die EDI f=C3=B6rdern, anerkannt z. B. =
von der=20
Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen f=C3=BCr Europa (UN/ECE), =
der "Working=20
Party on Facilitation of International Trade Procedures" durch ihr=20
Arbeitsprogramm f=C3=BCr Rechtsfragen und von der Kommission der =
Vereinten Nationen=20
f=C3=BCr internationales Handelsrecht (UNCITRAL). </P>
<P>Ein einheitliches europ=C3=A4isches Konzept zur Behandlung von =
Fragen, die sich=20
beim Einsatz von EDI stellen, wird die Verhandlungsposition von =
Unternehmen der=20
Mitgliedstaaten beim Handel mit Drittl=C3=A4ndern =C3=BCber EDI =
verbessern. </P>
<P>Die Kommission wird die Entwicklungen in diesem Bereich weiter =
=C3=BCberwachen und=20
bei Bedarf die entsprechenden Ma=C3=9Fnahmen ergreifen, um diese =
Europ=C3=A4ische=20
EDI-Mustervereinbarung zu aktualisieren, zu revidieren und zu =
vervollst=C3=A4ndigen=20
-</P>
<P>EMPFIEHLT: </P>
<P>1. da=C3=9F Wirtschaftsteilnehmer und Organisationen, die ihren =
Handel =C3=BCber EDI=20
abwickeln, die Europ=C3=A4ische EDI-Mustervereinbarung und den =
zugeh=C3=B6rigen Kommentar=20
zugrundelegen, wie in den Anh=C3=A4ngen zu dieser Empfehlung vorgesehen; =
</P>
<P>2. da=C3=9F die Mitgliedstaaten die Verwendung der "Europ=C3=A4ischen =

EDI-Mustervereinbarung" f=C3=B6rdern und hierzu die geeigneten =
Ma=C3=9Fnahmen ergreifen.=20
</P>
<P>Br=C3=BCssel, den 19. Oktober 1994</P>
<P>F=C3=BCr die Kommission</P>
<P>Martin BANGEMANN</P>
<P>Mitglied der Kommission</P>
<P></P>
<P>(1) ABl. Nr. L 208 vom 30. 7. 1991, S. 66. </P>
<P>(2) Entscheidungen des Rates 89/689/EWG, 89/690/EWG, 89/691/EWG, =
89/692/EWG,=20
89/693/EWG und 89/694/EWG, ABl. Nr. L 400 vom 30. 12. 1989, S. 1, 6, 11, =
16, 21=20
bzw. 26. </P>
<P>(3) ABl. Nr. L 285 vom 8. 10. 1987, S. 35. </P>
<P>(4) KOM (92) 422 endg. - SYN 287. </P>
<P></P>
<P></P>
<P>ANHANG 1 </P>
<P>EUROP=C3=84ISCHE EDI-MUSTERVEREINBARUNG RECHTLICHE BESTIMMUNGEN =
INHALT Seite=20
Artikel 1 Zielsetzung und Geltungsbereich 100 Artikel 2 =
Begriffsbestimmungen 100=20
Artikel 3 G=C3=BCltigkeit und Zustandekommen des Vertrags 101 Artikel 4=20
Beweiszul=C3=A4ssigkeit von EDI-Nachrichten 101 Artikel 5 Verarbeitung =
und=20
Empfangsbest=C3=A4tigung von EDI-Nachrichten 101 Artikel 6 Sicherheit =
von=20
EDI-Nachrichten 102 Artikel 7 Vertraulichkeit und Schutz =
personenbezogener Daten=20
102 Artikel 8 Aufzeichnung und Speicherung von EDI-Nachrichten 102 =
Artikel 9=20
Betriebsanforderungen f=C3=BCr EDI 103 Artikel 10 Technische =
Spezifikationen und=20
Anforderungen 103 Artikel 11 Haftung 103 Artikel 12 Beilegung von =
Streitigkeiten=20
104 Artikel 13 Anwendbares Recht 104 Artikel 14 Inkrafttreten, =
=C3=84nderung,=20
Laufzeit und Teilnichtigkeit 104 EUROP=C3=84ISCHE EDI-MUSTERVEREINBARUNG =
RECHTLICHE=20
BESTIMMUNGEN Die Europ=C3=A4ische Mustervereinbarung =C3=BCber den =
elektronischen=20
Datenaustausch (EDI) wird getroffen von und zwischen: </P>
<P>und</P>
<P>nachfolgend "die Parteien" genannt. </P>
<P></P>
<P>Artikel 1 </P>
<P>Zielsetzung und Geltungsbereich</P>
<P>1.1. Die Europ=C3=A4ische EDI-Mustervereinbarung, nachfolgend "die =
Vereinbarung"=20
genannt, legt die rechtlichen Bedingungen und Vorschriften fest, denen =
die=20
Parteien bei der Abwicklung von Transaktionen mit Hilfe des =
elektronischen=20
Datenaustauschs (EDI) unterliegen. </P>
<P>1.2. Die Vereinbarung besteht aus den nachfolgenden Rechtlichen =
Bestimmungen=20
und wird durch einen Technischen Anhang erg=C3=A4nzt. </P>
<P>1.3. Sofern die Parteien nicht anderweitig =C3=BCbereinkommen, regeln =
die=20
Bestimmungen der Vereinbarung nicht die vertraglichen Verpflichtungen, =
die sich=20
aus den =C3=BCber EDI abgewickelten Transaktionen ergeben. </P>
<P></P>
<P>Artikel 2 </P>
<P>Begriffsbestimmungen</P>
<P>2.1. F=C3=BCr die Vereinbarung werden die nachstehenden Begriffe wie =
folgt=20
definiert: </P>
<P>2.2. EDI</P>
<P>Als elektronischer Datenaustausch wird die elektronische =
=C3=9Cbertragung=20
kommerzieller und administrativer Daten zwischen Computern nach einer=20
vereinbarten Norm zur Strukturierung einer EDI-Nachricht bezeichnet. =
</P>
<P>2.3. EDI-Nachricht: </P>
<P>Als EDI-Nachricht wird eine Gruppe von Segmenten bezeichnet, die nach =
einer=20
vereinbarten Norm strukturiert, in ein rechnerlesbares Format gebracht =
wird und=20
sich automatisch und eindeutig verarbeiten l=C3=A4sst. </P>
<P>2.4. UN/EDIFACT: </P>
<P>Gem=C3=A4=C3=9F der Definition durch die UN/ECE (1) umfassen die =
Vorschriften der=20
Vereinten Nationen f=C3=BCr den elektronischen Datenaustausch in =
Verwaltung, Handel,=20
Transport und Verkehr eine Reihe international vereinbarter Normen,=20
Verzeichnisse und Leitlinien f=C3=BCr den elektronischen Austausch =
strukturierter=20
Daten, insbesondere f=C3=BCr den Austausch zwischen unabh=C3=A4ngigen =
rechnergest=C3=BCtzten=20
Informationssystemen in Verbindung mit dem Waren- und =
Dienstleistungsverkehr.=20
</P>
<P>2.5. Empfangsbest=C3=A4tigung: </P>
<P>Als Empfangsbest=C3=A4tigung einer EDI-Nachricht wird das Verfahren =
bezeichnet,=20
mit dem beim Empfang der EDI-Nachricht Syntax und Semantik gepr=C3=BCft =
werden und=20
eine entsprechende Best=C3=A4tigung vom Empf=C3=A4nger gesendet wird. =
</P>
<P></P>
<P>Artikel 3 </P>
<P>G=C3=BCltigkeit und Zustandekommen des Vertrags</P>
<P>3.1. Die Parteien, die sich durch die Vereinbarung rechtlich binden =
wollen,=20
verzichten ausdr=C3=BCcklich darauf, die G=C3=BCltigkeit eines =
gem=C3=A4=C3=9F den Bedingungen der=20
Vereinbarung mit Hilfe von EDI abgeschlossenen Vertrags lediglich mit =
der=20
Begr=C3=BCndung anzufechten, da=C3=9F er mit Hilfe von EDI abgeschlossen =
wurde. </P>
<P>3.2. Jede Partei gew=C3=A4hrleistet, da=C3=9F der Inhalt einer =
gesendeten oder=20
empfangenen Nachricht nicht von den Rechtsvorschriften ihres eigenen =
Landes=20
abweicht, deren Anwendung den Inhalt einer Nachricht einschr=C3=A4nken =
k=C3=B6nnte, und=20
ergreift alle erforderlichen Ma=C3=9Fnahmen, um die andere Partei =
unverzueglich =C3=BCber=20
eine derartige Abweichung zu informieren. </P>
<P>3.3. Ein =C3=BCber EDI geschlossener Vertrag kommt zu dem Zeitpunkt =
und an dem Ort=20
zustande, an dem die EDI-Nachricht, die die Annahme eines Angebots =
darstellt,=20
das Computersystem des Anbieters erreicht. </P>
<P></P>
<P>Artikel 4 </P>
<P>Beweiszul=C3=A4ssigkeit von EDI-Nachrichten</P>
<P>Die Parteien vereinbaren im Rahmen der gegebenenfalls anwendbaren =
nationalen=20
Rechtsvorschriften, da=C3=9F im Streitfall die Aufzeichnungen von =
Nachrichten, die=20
sie gem=C3=A4=C3=9F den Bedingungen dieser Vereinbarung fortgeschrieben =
haben, vor Gericht=20
zul=C3=A4ssig sind und ein Beweismittel f=C3=BCr die darin enthaltenen =
Fakten darstellen,=20
sofern kein gegenteiliger Beweis erbracht wird. </P>
<P></P>
<P>Artikel 5 </P>
<P>Verarbeitung und Empfangsbest=C3=A4tigung von EDI-Nachrichten</P>
<P>5.1. Die Nachrichten werden so bald wie m=C3=B6glich nach dem Empfang =
verarbeitet,=20
in jedem Fall jedoch innerhalb der im Technischen Anhang festgelegten =
Fristen.=20
</P>
<P>5.2. Eine Empfangsbest=C3=A4tigung ist nur auf Anforderung =
erforderlich. </P>
<P>Eine Empfangsbest=C3=A4tigung kann durch eine Sonderbestimmung im =
Technischen=20
Anhang oder durch ausdr=C3=BCckliche Anforderung des Senders in einer =
EDI-Nachricht=20
gefordert werden. </P>
<P>5.3. Wird eine Best=C3=A4tigung gefordert, gew=C3=A4hrleistet der =
Empf=C3=A4nger der zu=20
best=C3=A4tigenden EDI-Nachricht, da=C3=9F die Best=C3=A4tigung =
innerhalb . . . [eines]=20
Arbeitstages ab dem Zeitpunkt des Empfangs der zu best=C3=A4tigenden =
EDI-Nachricht=20
gesendet wird, sofern im Technischen Anhang keine alternative Frist =
festgelegt=20
ist. </P>
<P>Arbeitstage sind alle Tage mit Ausnahme von Samstagen, Sonntagen und =
den am=20
Bestimmungsort einer EDI-Nachricht geltenden =C3=B6ffentlichen =
Feiertagen. </P>
<P>Der Empf=C3=A4nger einer zu best=C3=A4tigenden EDI-Nachricht darf auf =
den Inhalt der=20
EDI-Nachricht erst reagieren, wenn die Best=C3=A4tigung gesendet wurde. =
</P>
<P>5.4. Erh=C3=A4lt der Sender innerhalb der gesetzten Frist keine =
Best=C3=A4tigung, kann=20
er nach entsprechender Unterrichtung des Empf=C3=A4ngers die =
EDI-Nachricht nach=20
Ablauf dieser Frist als nichtig behandeln oder alternativ dazu eine im=20
Technischen Anhang festgelegte Wiederherstellungsprozedur einleiten, um =
den=20
Empfang der Best=C3=A4tigung zu gew=C3=A4hrleisten. </P>
<P>Falls die Wiederherstellungsprozedur innerhalb der gesetzten Frist =
erfolglos=20
bleibt, wird die EDI-Nachricht nach Ablauf dieser Frist und =
Benachrichtigung des=20
Empf=C3=A4ngers endg=C3=BCltig als nichtig behandelt. </P>
<P></P>
<P>Artikel 6 </P>
<P>Sicherheit von EDI-Nachrichten</P>
<P>6.1. Die Parteien verpflichten sich, Sicherheitsverfahren und =
-ma=C3=9Fnahmen=20
durchzuf=C3=BChren und aufrechtzuerhalten, um EDI-Nachrichten vor =
unbefugtem Zugriff,=20
Ver=C3=A4nderungen, Verz=C3=B6gerung, Zerst=C3=B6rung oder Verlust zu =
sch=C3=BCtzen. </P>
<P>6.2. Zu den Sicherheitsverfahren und -ma=C3=9Fnahmen geh=C3=B6ren die =
=C3=9Cberpr=C3=BCfung des=20
Ursprungs, die =C3=9Cberpr=C3=BCfung der Integrit=C3=A4t, die =
Nichtabstreitbarkeit von Ursprung=20
und Empfang sowie die Gew=C3=A4hrleistung der Vertraulichkeit von =
EDI-Nachrichten.=20
</P>
<P>Sicherheitsverfahren und -ma=C3=9Fnahmen zur =C3=9Cberpr=C3=BCfung =
des Ursprungs und der=20
Integrit=C3=A4t, um den Sender einer EDI-Nachricht zu identifizieren und =

sicherzustellen, da=C3=9F jede empfangene EDI-Nachricht vollst=C3=A4ndig =
ist und nicht=20
verst=C3=BCmmelt wurde, sind f=C3=BCr alle Nachrichten obligatorisch. =
Bei Bedarf k=C3=B6nnen im=20
Technischen Anhang zus=C3=A4tzliche Sicherheitsverfahren und =
-ma=C3=9Fnahmen festgelegt=20
werden. </P>
<P>6.3. F=C3=BChren die Sicherheitsverfahren und -ma=C3=9Fnahmen zur =
Zur=C3=BCckweisung einer=20
EDI-Nachricht oder zur Entdeckung eines Fehlers in einer Nachricht, =
informiert=20
der Empf=C3=A4nger den Sender dar=C3=BCber innerhalb der gesetzten =
Frist. </P>
<P>Der Empf=C3=A4nger einer EDI-Nachricht, die zur=C3=BCckgewiesen wurde =
oder einen Fehler=20
enth=C3=A4lt, reagiert erst dann auf die Nachricht, wenn er Anweisungen =
des Senders=20
empf=C3=A4ngt. Wird eine zur=C3=BCckgewiesene oder fehlerhafte =
EDI-Nachricht vom Sender=20
erneut =C3=BCbermittelt, sollte darin eindeutig angegeben werden, =
da=C3=9F es sich um eine=20
korrigierte Nachricht handelt. </P>
<P></P>
<P>Artikel 7 </P>
<P>Vertraulichkeit und Schutz personenbezogener Daten</P>
<P>7.1. Die Parteien gew=C3=A4hrleisten, da=C3=9F EDI-Nachrichten mit =
Informationen, die=20
vom Sender oder im beiderseitigen Einvernehmen der Parteien als =
vertraulich=20
eingestuft werden, vertraulich gehandhabt und weder an unbefugte =
Personen=20
weitergegeben oder gesendet, noch zu anderen als von den Parteien =
vorgesehenen=20
Zwecken verwendet werden. </P>
<P>Mit entsprechender Berechtigung unterliegt die weitere =
=C3=9Cbertragung derartiger=20
vertraulicher Informationen demselben Vertraulichkeitsgrad. </P>
<P>7.2. EDI-Nachrichten werden nicht als Tr=C3=A4ger vertraulicher =
Informationen=20
betrachtet, soweit die Informationen allgemein zug=C3=A4nglich sind. =
</P>
<P>7.3. Die Parteien k=C3=B6nnen =C3=BCbereinkommen, f=C3=BCr bestimmte =
Nachrichten eine=20
besondere Form des Schutzes zu verwenden, zum Beispiel ein=20
Verschl=C3=BCsselungssystem, sofern dies in den jeweiligen L=C3=A4ndern =
gesetzlich=20
zul=C3=A4ssig ist. </P>
<P>7.4. Wenn Nachrichten, die personenbezogene Daten enthalten, in =
L=C3=A4ndern=20
gesendet oder empfangen werden, in denen kein Datenschutzgesetz in Kraft =
ist,=20
erkl=C3=A4rt sich jede Partei einverstanden, bis zur Einf=C3=BChrung =
diesbezueglicher=20
EG-Rechtsvorschriften mindestens die Bestimmungen der Konvention des =
Europarates=20
zum Schutz von Personen bei der automatischen Verarbeitung =
personenbezogener=20
Daten (1) einzuhalten. </P>
<P></P>
<P>Artikel 8 </P>
<P>Aufzeichnung und Speicherung von Nachrichten</P>
<P>8.1. Jede Partei speichert ein vollst=C3=A4ndiges, chronologisches =
Protokoll aller=20
von den Parteien w=C3=A4hrend einer gesch=C3=A4ftlichen Transaktion =
ausgetauschten=20
EDI-Nachrichten unver=C3=A4ndert und sicher gem=C3=A4=C3=9F den Fristen =
und Spezifikationen,=20
die durch ihr innerstaatliches Recht vorgeschrieben sind. Das Protokoll =
ist in=20
jdem Fall f=C3=BCr die Dauer von mindestens . . . [drei] Jahren nach =
Abschlu=C3=9F der=20
Transaktion zu speichern . </P>
<P>8.2. Sofern die einzelstaatlichen Rechtsvorschriften nichts anderes =
vorsehen,=20
werden Nachrichten vom Sender im =C3=BCbertragenen Format und vom =
Empf=C3=A4nger in dem=20
Format gespeichert, in dem sie empfangen werden. </P>
<P>8.3. Die Parteien stellen sicher, da=C3=9F elektronische Protokolle =
der=20
EDI-Nachrichten problemlos zug=C3=A4nglich sind und bei Bedarf in einer =
f=C3=BCr Menschen=20
lesbaren Form reproduziert und gedruckt werden k=C3=B6nnen. =
Betriebseinrichtungen,=20
die hierzu erforderlich sind, m=C3=BCssen beibehalten werden. </P>
<P></P>
<P>Artikel 9 </P>
<P>Betriebsanforderungen f=C3=BCr EDI</P>
<P>9.1. Die Parteien verpflichten sich, das EDI-Betriebsumfeld =
gem=C3=A4=C3=9F den=20
Bestimmungen dieser Vereinbarung bereitzustellen und zu warten, wobei =
unter=20
anderem folgende Bedingungen zu beachten sind: </P>
<P>9.2. Betriebseinrichtungen</P>
<P>Die Parteien stellen die f=C3=BCr die =C3=9Cbertragung, den Empfang, =
die =C3=9Cbersetzung,=20
Aufzeichnung und Speicherung von Nachrichten erforderlichen =
Einrichtungen,=20
Software-Programme und Dienstleistungen bereit und warten sie. </P>
<P>9.3. Kommunikationsmittel</P>
<P>Die Parteien legen die zu verwendenden Kommunikationsmittel fest,=20
einschlie=C3=9Flich der Telekommunikationsprotokolle und gegebenenfalls =
der Wahl von=20
Dritten als Diensterbringer. </P>
<P>9.4. EDI-Nachrichtennormen</P>
<P>Alle EDI-Nachrichten werden in =C3=9Cbereinstimmung mit den von der=20
Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen f=C3=BCr Europa =
(UN/ECE-WP4) gebilligten=20
UN/EDIFACT-Normen, -Empfehlungen und -Verfahren (1), sowie nach =
europ=C3=A4ischen=20
Normen =C3=BCbertragen. </P>
<P>9.5. Codes</P>
<P>Datenelement-Codelisten, auf die in EDI-Nachrichten verwiesen wird, =
umfassen=20
UN/EDIFACT-Codelisten, als internationale ISO-Normen herausgegebene=20
internationale Codelisten sowie UN/ECE- und andere offiziell =
ver=C3=B6ffentlichte=20
Codelisten. </P>
<P>Stehen solche Codelisten nicht zur Verf=C3=BCgung, werden bevorzugt =
Codelisten=20
verwendet, die ver=C3=B6ffentlicht wurden, fortgeschrieben werden und =
Entsprechungen=20
zu anderen Codiersystemen aufweisen. </P>
<P></P>
<P>Artikel 10 </P>
<P>Technische Spezifikationen und Anforderungen</P>
<P>Der Technische Anhang enth=C3=A4lt die technischen, organisatorischen =
und=20
verfahrenstechnischen Spezifikationen und Anforderungen f=C3=BCr den =
Betrieb von EDI=20
gem=C3=A4=C3=9F den Bestimmungen dieser Vereinbarung, zu denen unter =
anderem die folgenden=20
Bedingungen geh=C3=B6ren: </P>
<P>- Betriebsanforderungen f=C3=BCr EDI gem=C3=A4=C3=9F Artikel 9 =
einschlie=C3=9Flich=20
Betriebseinrichtungen, Kommunikationsmitteln, EDI-Nachrichtennormen und =
Codes,=20
</P>
<P>- Verarbeitung und Best=C3=A4tigung von EDI-Nachrichten, </P>
<P>- Sicherheit von EDI-Nachrichten, </P>
<P>- Fristen, </P>
<P>- Verfahren f=C3=BCr Tests und Versuche zur Feststellung und =
=C3=9Cberwachung der=20
Zweckdienlichkeit der technischen Spezifikationen und Anforderungen. =
</P>
<P></P>
<P>Artikel 11 </P>
<P>Haftung</P>
<P>11.1. Keine Partei dieser Vereinbarung ist f=C3=BCr spezielle oder =
indirekte=20
Sch=C3=A4den bzw. Folgesch=C3=A4den haftbar, die durch Unterlassung der =
Wahrnehmung ihrer=20
Verpflichtungen aus dieser Vereinbarung entstehen. </P>
<P>11.2. Keine Partei dieser Vereinbarung ist haftbar f=C3=BCr von der =
anderen Partei=20
erlittene Verluste oder Sch=C3=A4den, die durch eine Verz=C3=B6gerung =
oder Unterlassung=20
der Einhaltung der Bestimmungen dieser Vereinbarung verursacht werden, =
wenn die=20
Verz=C3=B6gerung oder Unterlassung durch eine Behinderung bedingt ist, =
die sich dem=20
Einflu=C3=9F dieser Partie entzieht, deren Ber=C3=BCcksichtigung zum =
Zeitpunkt des=20
Abschlusses der Vereinbarung nicht erwartet werden konnte oder deren =
Folgen=20
nicht vermieden oder =C3=BCberwunden werden konnten. </P>
<P>11.3. Wenn eine Partei einen Dritten mit Dienstleistungen wie der=20
=C3=9Cbertragung, Protokollierung oder Verarbeitung von EDI-Nachrichten =
beauftragt,=20
ist diese Partei f=C3=BCr Sch=C3=A4den haftbar, die sich direkt aus den =
Handlungen,=20
Fehlern oder Unterlassungen dieses Dritten bei der Bereitstellung =
besagter=20
Dienstleistungen ergeben. </P>
<P>11.4. Wenn eine Partei eine andere Partei auffordert, zur =
=C3=9Cbertragung,=20
Protokollierung oder Verarbeitung einer EDI-Nachricht die =
Dienstleistungen eines=20
Dritten in Anspruch zu nehmen, ist die Partei, die diese Inanspruchnahme =

fordert, der anderen Partei gegen=C3=BCber f=C3=BCr Sch=C3=A4den =
haftbar, die sich direkt aus=20
den Handlungen, Fehlern oder Unterlassungen dieses Dritten bei der=20
Bereitstellung besagter Dienstleistungen ergeben. </P>
<P></P>
<P>Artikel 12 </P>
<P>Beilegung von Streitigkeiten</P>
<P>Alternative 1 (1)</P>
<P>Schiedsklausel</P>
<P>Streitigkeiten, die sich aus oder in Verbindung mit diesem Vertrag =
ergeben,=20
einschlie=C3=9Flich aller Fragen bezueglich seiner Existenz, =
G=C3=BCltigkeit oder=20
K=C3=BCndigung, werden an eine (oder drei) von den Parteien zu =
vereinbarende=20
Person(en), oder, bei mangelnder =C3=9Cbereinstimmung gem=C3=A4=C3=9F =
und vorbehaltlich der=20
Verfahrensordnung von ................................... (5) an von=20
................................... (6) zu benennende Person(en) =
weitergeleitet=20
und von dieser (diesen) geschlichtet. </P>
<P>Alternative 2 (1)</P>
<P>Gerichtsstandklausel</P>
<P>Streitigkeiten, die sich aus oder in Verbindung mit diesem Vertrag =
ergeben,=20
werden an die Gerichte von ................................... (7) =
verwiesen,=20
die die ausschlie=C3=9Fliche Gerichtsbarkeit innehaben. </P>
<P></P>
<P>Artikel 13 </P>
<P>Anwendbares Recht</P>
<P>Unbeschadet der zwingenden Rechtsvorschriften, die in bezug auf die=20
Aufzeichnung und Speicherung von Nachrichten oder die Vertraulichkeit =
und den=20
Schutz personenbezogener Daten f=C3=BCr die Parteien gelten k=C3=B6nnen, =
unterliegt diese=20
Vereinbarung dem Recht von ................................... (7). </P>
<P></P>
<P>Artikel 14 </P>
<P>Inkrafttreten, =C3=84nderungen, Dauer und Teilnichtigkeit</P>
<P>14.1. Inkrafttreten</P>
<P>Die Vereinbarung tritt mit dem Datum der Unterzeichnung durch die =
Parteien in=20
Kraft. </P>
<P>14.2. =C3=84nderungen</P>
<P>Bei Bedarf werden von den Parteien schriftlich vereinbarte =
zus=C3=A4tzliche oder=20
alternative Bestimmungen zu der Vereinbarung ab dem Zeitpunkt ihrer=20
Unterzeichnung als Teil der Vereinbarung betrachtet. </P>
<P>14.3. Dauer</P>
<P>Jede Partei kann die Vereinbarung mit einer K=C3=BCndigungsfrist von =
mindestens .=20
. . [einem] Monat entweder per Einschreiben oder auf eine andere von den =

Parteien vereinbarte Art und Weise k=C3=BCndigen. Eine K=C3=BCndigung =
der Vereinbarung=20
wirkt sich nur auf Transaktionen nach diesem Datum aus. </P>
<P>Ungeachtet einer K=C3=BCndigung aus einem beliebigen Grund bestehen =
die in den=20
Artikeln 4, 6, 7 und 8 genannten Rechte und Pflichten der Parteien auch =
nach der=20
K=C3=BCndigung fort. </P>
<P>14.4. Teilnichtigkeit</P>
<P>Sollte ein Artikel oder ein Teil eines Artikels der Vereinbarung als =
ung=C3=BCltig=20
erachtet werden, bleiben alle =C3=BCbrigen Artikel vollst=C3=A4ndig in =
Kraft. </P>
<P></P>
<P></P>
<P>(1) Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen f=C3=BCr Europa. =
</P>
<P>(2) Konvention Nr. 108 des Europarates vom 28. Januar 1981. </P>
<P>(3) UN/EDIFACT Syntax Rules (Syntaxregeln) ISO 9735 - EN 29735, =
UN/EDIFACT=20
TDED ISO 7372 - EN 27372. Das UNTDID (United Nations Trade Data =
Interchange=20
Directory - Verzeichnis der Vereinten Nationen f=C3=BCr den Austausch =
von=20
Handelsdaten) enth=C3=A4lt ferner die UN/EDIFACT-Leitlinien f=C3=BCr den =

Nachrichtenaufbau, Leitlinien f=C3=BCr die Syntaximplementierung,=20
Datenelementverzeichnis, Codeliste, Verzeichnis zusammengesetzter =
Datenelemente,=20
Standardsegmentverzeichnis, UNSMs-Verzeichnis und UNICID. </P>
<P>(4) Die Parteien w=C3=A4hlen entweder die Alternative 1 ( =
"Schiedsklausel") oder=20
die Alternative 2 ( "Gerichtsstandklausel"). </P>
<P>(5) Die "benennende Beh=C3=B6rde" ist von den Parteien einzutragen. =
</P>
<P>(6) Das gew=C3=A4hlte "wirtschaftliche Schlichtungsverfahren" ist von =
den Parteien=20
einzutragen. </P>
<P>(7) Das "Land" ist von den Parteien einzutragen. </P>
<P></P>
<P></P>
<P>ANHANG 2 </P>
<P>EUROP=C3=84ISCHE EDI-MUSTERVEREINBARUNG RECHTLICHE BESTIMMUNGEN =
KOMMENTAR=20
Einleitung Die "Europ=C3=A4ische EDI-Mustervereinbarung" sieht f=C3=BCr =
EDI-Anwender eine=20
Reihe von Bestimmungen vor, die ein Modell f=C3=BCr eine =
"Austausch"-Vereinbarung=20
darstellen. Um eine Verwechslung mit technischen Austauschvereinbarungen =
zu=20
vermeiden, wurde die Bezeichnung "EDI-Vereinbarung" gew=C3=A4hlt, ein =
Begriff, der=20
auch der Zielsetzung in Artikel 1 entspricht. </P>
<P>Sie ist vor allem das Ergebnis eines auf europ=C3=A4ischer Ebene =
erreichten=20
Konsenses und soll dem Bedarf europ=C3=A4ischer Unternehmen und =
Organisationen=20
gerecht werden. Sie wurde jedoch unter Ber=C3=BCcksichtigung der =
internationalen=20
Entwicklungen in diesem Bereich entworfen. </P>
<P>Um den geeigneten rechtlichen Rahmen zu schaffen, stellt die =
Europ=C3=A4ische=20
EDI-Mustervereinbarung eine vollst=C3=A4ndige Vereinbarung zur Regelung =
der=20
Beziehungen zwischen Wirtschaftsteilnehmern oder anderen EDI-Anwendern =
dar, die=20
ordnungsgem=C3=A4=C3=9F einzuhalten ist. Als Muster bietet sie bei =
Bedarf die M=C3=B6glichkeit=20
der Anpassung (1). </P>
<P>I. Ziele der Europ=C3=A4ischen EDI-Mustervereinbarung Im Zusammenhang =
mit der=20
Verwendung von EDI f=C3=BCr gesch=C3=A4ftliche Transaktionen oder =
anderer Zwecke, die=20
rechtliche Folgen nach sich ziehen, wurden verschiedene rechtliche =
Fragen=20
aufgezeigt. Sie verhindern zwar nicht den Einsatz von EDI, f=C3=BChren =
jedoch zu=20
einer rechtlichen Unsicherheit. Einer der pragmatischen Ans=C3=A4tze zur =
Behandlung=20
dieser Fragen ist ihre L=C3=B6sung, so weit dies m=C3=B6glich ist, im =
Rahmen eines=20
Vertrags. </P>
<P>Ziel der "Europ=C3=A4ischen EDI-Mustervereinbarung" ist es, den =
EDI-Anwendern ein=20
Werkzeug zur Verf=C3=BCgung zu stellen, das den Bedarf an einer =
vertraglichen Basis=20
deckt und den Anwendern damit den Entwurf eigener Vereinbarungen und die =
sich=20
daraus ergebende Doppelarbeit erspart. </P>
<P>Die Verf=C3=BCgbarkeit eines derartigen Modells auf europ=C3=A4ischer =
Ebene ist auch=20
eine Gelegenheit, die Koh=C3=A4renz dieser Vereinbarungen jenseits der =
Landesgrenzen=20
zu verbessern und damit eine diesem Konzept entsprechende h=C3=B6here =
Sicherheit zu=20
erreichen. </P>
<P>II. Inhalt der Europ=C3=A4ischen EDI-Mustervereinbarung Die =
Vereinbarung kann von=20
den Parteien in der vorliegenden Form =C3=BCbernommen werden. Als =
bilaterales=20
Dokument erm=C3=B6glich sie den Parteien, ihre Angaben einzutragen und =
sie in dieser=20
Form anzunehmen. Sie kann auch als multilaterale Vereinbarung verwendet =
und von=20
einer Gruppe von Unternehmen, eine oder mehreren Organisationen, einer=20
Anwendergemeinschaft oder einer beliebigen Anwendergruppe =
=C3=BCbernommen werden.=20
</P>
<P></P>
<P>Artikel 1 </P>
<P>Zielsetzung und Geltungsbereich</P>
<P>1.1. EDI</P>
<P>Ziel der Europ=C3=A4ischen EDI-Mustervereinbarung, nachstehend =
"Vereinbarung"=20
genannt, ist es, wie bei den meisten Austauschvereinbarungen, die=20
EDI-Beziehungen zwischen den Parteien und die Bedingungen zu regeln, =
nach denen=20
die Parteien, die f=C3=BCr ihre Transaktionen EDI einsetzen, handeln. =
</P>
<P>1.2. Rechtliche Bestimmungen und technischer Anhang</P>
<P>Die "Europ=C3=A4ische EDI-Mustervereinbarung" sieht die notwendigen =
rechtlichen=20
Bestimmungen f=C3=BCr den Einsatz von EDI vor. Einige rechtliche =
Bestimmungen=20
enthalten allgemeine Hinweise auf technische Fragen. Diese erfordern =
weitere=20
Spezifikationen, die h=C3=A4ufig den sogenannten =
"Benutzerhandb=C3=BCchern" zu entnehmen=20
sind. </P>
<P>Die Rechtlichen Bestimmungen der "Europ=C3=A4ischen =
EDI-Mustervereinbarung" sind=20
durch einen Technischen Anhang zu erg=C3=A4nzen, der die notwendigen, =
von den=20
Parteien festgelegten technischen Spezifikationen enh=C3=A4lt. Der =
Technische Anhang=20
kann von den EDI-Anwendern ihrem Bedarf entsprechend entwickelt, =
entworfen bzw.=20
vereinbart werden, wobei jedoch die Rechtlichen Bestimmungen zu =
ber=C3=BCcksichtigen=20
sind. </P>
<P>Im derzeitigen rechtlichen Umfeld sollten die Rechtlichen =
Bestimmungen von=20
den Parteien unterzeichnet werden um ihre Absicht zu bekunden, eine =
Vereinbarung=20
zu schlie=C3=9Fen. Sp=C3=A4tere Rechte und Pflichten sowie die =
rechtlichen Folgen der=20
Verwendung von EDI zwischen den Parteien werden aus dieser Vereinbarung=20
abgeleitet. </P>
<P>Als Mustervereinbarung kann sie dem spezifischen Bedarf der Parteien=20
angepasst werden. Artikel 14 enth=C3=A4lt die f=C3=BCr =C3=84nderungen =
der Rechtlichen=20
Bestimmungen geltenden Vorschriften. </P>
<P>1.3. Zugrunde liegende Transaktionen</P>
<P>Es sollte hervorgehoben werden, da=C3=9F die Vereinbarung lediglich =
die=20
EDI-Beziehungen zwischen den Parteien regelt und nicht - sofern die =
Parteien=20
nicht anderweitig =C3=BCbereinkommen - das Wesen der Transaktionen =
regeln soll, die=20
letztlich =C3=BCber EDI abgewickelt werden. </P>
<P></P>
<P>Artikel 2 </P>
<P>Begriffsbestimmungen</P>
<P>2.1. Die in diesen Artikel aufgenommenen Begriffsbestimmungen =
entsprechen den=20
allgemeinen Definitionen f=C3=BCr EDI, EDI-Nachricht, UN/EDIFACT und=20
Empfangsbest=C3=A4tigung, da es sich dabei um grundlegende, in der =
gesamten=20
Vereinbarung verwendete Begriffe handelt. </P>
<P>Sie sollen ein eindeutiges Verst=C3=A4ndnis der in der Vereinbarung =
verwendeten=20
Begriffe gew=C3=A4hrleisten. Einige spezielle Definitionen, auf die nur =
einmal Bezug=20
genommen wird, sind in den entsprechenden Artikeln enthalten. </P>
<P>2.2. EDI</P>
<P>Es gibt zahlreiche Definitionen f=C3=BCr EDI. Die hier gew=C3=A4hlte =
Begriffsbestimmung=20
basiert im wesentlichen auf einer Definition, die h=C3=A4ufig verwendet =
wird und auf=20
die vor allem von den "UN/EDIFACT-Rapporteuren" (1) verwiesen wird. Sie =
hebt die=20
Hauptmerkmale von EDI hervor. </P>
<P>Der Begriff "vereinbarte Norm" schlie=C3=9Ft unter anderem die =
UN/EDIFACT-Normen=20
ein und kann auf andere, von den Parteien vereinbarte Normen angewandt =
werden.=20
</P>
<P>2.3. EDI-Nachricht</P>
<P>EDI basiert auf der Verwendung strukturierter und codierter =
Nachrichten,=20
deren Hauptmerkmal die M=C3=B6glichkeit ihrer Verarbeitung durch =
Computer und ihrer=20
automatischen und eindeutigen =C3=9Cbertragung ist. Diese Definition =
hebt diese=20
wesentlichen Merkmale hervor, die EDI von anderen Arten des =
Datenaustauschs, wie=20
zum Beispiel der elektronischen Post, unterscheiden. </P>
<P>2.4. UN/EDIFACT</P>
<P>Die Definition enspricht der offiziellen, von der =
Wirtschaftskommission der=20
Vereinten Nationen f=C3=BCr Europa (Arbeitsgruppe zur Erleichterung =
internationaler=20
Handelsverfahren) angenommenen Definition. </P>
<P>In der Vereinbarung soll sich EDI auf den Austausch von Nachrichten =
beziehen,=20
die nach UN/EDIFACT-Normen und -Empfehlungen strukturiert sind. Die=20
UN/EDIFACT-Normen sind europ=C3=A4isch und international und entsprechen =
den von=20
Normungsgremien wie CEN und ISO gebilligten Normen. Als solche sollten =
sie unter=20
Ber=C3=BCcksichtigung der Unterst=C3=BCtzung dieser Normen durch das =
TEDIS-Programm=20
empfohlen werden, das als Sekretariat des EDIFACT-Ausschusses f=C3=BCr =
Westeuropa und=20
gem=C3=A4=C3=9F dem Normungskonzept der Europ=C3=A4ischen Kommission =
handelt. </P>
<P>2.5. Empfangsbest=C3=A4tigung</P>
<P>Da es unterschiedliche Arten der Empfangsbest=C3=A4tigung einer =
EDI-Nachricht=20
gibt, ist es unbedingt erforderlich, deutlich anzugeben, auf welche=20
Best=C3=A4tigungsstufe Bezug genommen wird, um Verwechslungen zu =
vermeiden. Die=20
Definition entspricht der in der Vereinbarung gew=C3=A4hlten Stufe, die =
in Artikel 5=20
angegeben ist. </P>
<P></P>
<P>Artikel 3 </P>
<P>G=C3=BCltigkeit und Zustandekommen des Vertrags</P>
<P>3.1. und 3.2. G=C3=BCltigkeit des Vertrags</P>
<P>Absatz 3.1 soll die Bereitschaft der Parteien hervorheben, =C3=BCber =
EDI g=C3=BCltige=20
und verbindliche Vertr=C3=A4ge zu schlie=C3=9Fen und diese Bereitschaft =
gegen=C3=BCber dritten=20
Parteien unter Beweis zu stellen. Die Bestimmung als solche sieht vor, =
da=C3=9F die=20
Parteien die G=C3=BCltigkeit von Transaktionen, die mit Hilfe von EDI =
durchgef=C3=BChrt=20
werden, nicht lediglich aufgrund der Verwendung dieses Programms in =
Frage=20
stellen. </P>
<P>Die auf die =C3=BCbertragenen Daten anwendbaren Rechtsvorschriften =
k=C3=B6nnen von Land=20
zu Land verschieden sein, und den Parteien sind Einschr=C3=A4nkungen des =
Inhalts=20
einer EDI-Nachricht durch nationale Gesetze m=C3=B6glicherweise nicht =
bewusst. Es=20
sollte gew=C3=A4hrleistet sein, da=C3=9F die Parteien die auf den Inhalt =
einer=20
EDI-Nachricht anwendbaren nationalen Rechtsvorschrifen einhalten. Absatz =
3.2=20
enth=C3=A4lt eine diesbezuegliche Bestimmung. </P>
<P>Wenn die Daten in einer empfangenen EDI-Nachricht nicht mit dem =
nationalen=20
Recht des Empf=C3=A4ngers =C3=BCbereinstimmen, ist dieser verpflichtet, =
die andere Partei=20
=C3=BCber diese Inkoh=C3=A4renz zu informieren. Dann kann er =
gegebenenfalls Schritte=20
unternehmen, um eine Verletzung der f=C3=BCr ihn geltenden =
Rechtsvorschriften zu=20
vermeiden. </P>
<P>Ein Beispiel f=C3=BCr rechtliche Anforderungen, die eine =
Einschr=C3=A4nkung des=20
Nachrichteninhalts darstellen k=C3=B6nnen, ist die =C3=9Cbermittlung von =
Nachrichten aus=20
einem Land, in dem es kein Datenschutzgesetz gibt, in ein Land, in dem=20
Einschr=C3=A4nkungen bestehen. </P>
<P>3.3. Zustandekommen des Vertrags</P>
<P>Absatz 3.3 bezieht sich auf den Zeitpunkt und den Ort, an dem ein =
Vertrag=20
geschlossen wird oder zustandekommt. Die Ermittlung des Zeitpunkts des=20
Zustandekommens eines Vertrags ist im Hinblick auf die entsprechenden=20
rechtlichen Konsequenzen von Bedeutung. Zwar wurden Regeln in bezug auf =
Vertr=C3=A4ge=20
festgelegt, die per Post oder Telefon geschlossen werden, jedoch =
bestehen noch=20
Unsicherheiten hinsichtlich der etwaigen Bestimmungen f=C3=BCr =
Vertr=C3=A4ge, die =C3=BCber EDI=20
geschlossen werden. Eine klare Bestimmung hinsichtlich der anwendbaren =
Regeln=20
w=C3=BCrde daher mehr Sicherheit gew=C3=A4hrleisten. </P>
<P>Eine Mehrheit von Mitgliedstaaten erkennt f=C3=BCr Vertr=C3=A4ge, die =
nicht in=20
Anwesenheit aller Parteien geschlossen werden, die Anwendung der =
"Empfangsregel"=20
an, derzufolge die Einwilligung in den Vertrag an dem Ort und zu dem =
Zeitpunkt=20
stattfindet, an dem der Anbieter die Zustimmung der anderen Partei =
erh=C3=A4lt. Die=20
Wiener Konvention =C3=BCber den internationalen Warenverkauf sieht vor, =
da=C3=9F diese=20
Regel f=C3=BCr "auf Entfernung" geschlossene Vertr=C3=A4ge gilt. Die =
Schlu=C3=9Ffolgerungen aus=20
einer Untersuchung, die in der ersten Phase des Tedis-Programms =
durchgef=C3=BChrt=20
wurde, unterst=C3=BCtzen die Ansicht, da=C3=9F sich diese Regel f=C3=BCr =
EDI-Vertr=C3=A4ge (1) am=20
besten eignet, insbesondere weil so das Risiko von Rechtskonflikten beim =
Einsatz=20
von EDI weitgehend vermieden wird. Daher ist die Bef=C3=BCrwortung =
dieser Regel in=20
der EDI-Vereinbarung gerechtfertigt. </P>
<P>Die Empfangsregel ist im Fall der Europ=C3=A4ischen =
EDI-Mustervereinbarung als die=20
Regel zu verstehen, nach der eine EDI-Nachricht zu dem Zeitpunkt und an =
dem Ort=20
empfangen wird an dem sie das Rechner- oder Informationssystem des =
Anbieters=20
erreicht. </P>
<P></P>
<P>Artikel 4 </P>
<P>Beweiszul=C3=A4ssigkeit von Nachrichten</P>
<P>Beweiszul=C3=A4ssigkeit und Beweiswert geh=C3=B6ren zu den Bereichen, =
in denen noch=20
immer Unsicherheit herrscht. Da in den meisten L=C3=A4ndern die =
Rechtsvorschriften=20
=C3=BCber die Beweisf=C3=BChrung insbesondere im kommerziellen Bereich =
nicht verbindlich=20
sind, k=C3=B6nnen hierzu Vereinbarungen zwischen den Parteien getroffen =
werden, die=20
diese Unsicherheit teilweise abbauen. </P>
<P>Die Abwicklung von Transaktionen =C3=BCber EDI als Alternative zu =
Papierdokumenten=20
bedeutet, da=C3=9F EDI letzlich die ehemals auf Papier ausgetauschten =
Dokumente=20
ersetzen wird. Das heisst, da=C3=9F sich die Parteien auf diesen =
Nachrichtenaustausch=20
verlassen k=C3=B6nnen, um den Sachverhalt nachzuweisen, beispielsweise =
in=20
Streitf=C3=A4llen. </P>
<P>Im Rahmen der gegebenenfalls geltenden Rechtsvorshriften und =
vorausgesetzt,=20
da=C3=9F die Parteien die Bestimmungen der Vereinbarung eingehalten =
haben, sollten=20
EDI-Nachrichten als Beweismittel vor Gericht zul=C3=A4ssig sein und als =
Mittel zum=20
Nachweis des Sachverhalts anerkannt werden, sofern nichts Gegenteiliges =
bewiesen=20
wird. </P>
<P>Artikel 4 soll diesen Standpunkt wiedergeben. Rechtliche =
Anforderungen auf=20
einzelstaatlicher Ebene k=C3=B6nnen jedoch die Anwendung einer solchen =
Bestimmung=20
einschr=C3=A4nken. </P>
<P></P>
<P>Artikel 5 </P>
<P>Verarbeitung und Empfangsbest=C3=A4tigung von EDI-Nachrichten</P>
<P>5.1. Verarbeitung von EDI-Nachrichten</P>
<P>In diesem Artikel bedeutet der Begriff "Verarbeitung", da=C3=9F der =
Empf=C3=A4nger die=20
Nachricht behandelt. Da EDI ein h=C3=B6heres Ma=C3=9F an automatischer =
Verarbeitung=20
beinhaltet, sind die Fristen =C3=BCberaus wichtig. </P>
<P>Die Parteien sollten sich verpflichten, die empfangene Nachricht =
innerhalb=20
einer bestimmten Frist zu behandeln, die in den Technischen Anhang =
aufgenommen=20
werden sollte. Falls die Parteien keine Frist festgelegt haben, sollten =
sie die=20
Nachrichten so bald wie m=C3=B6glich nach dem Empfang verarbeiten. </P>
<P>Der Anhang zu diesem Dokument enth=C3=A4lt eine Liste der =
Bestimmungen der=20
Vereinbarung, die Fristen vorsehen und der Spezifikation im Technischen =
Anhang=20
oder =C3=84nderungen unterliegen. </P>
<P>Diese Bedingung wurde nicht nur aufgenommen, um die kommerzielle =
Effizienz=20
und einwandfreie Gesch=C3=A4ftspraktiken zu gew=C3=A4hrleisten, sondern =
auch, um die=20
vertraglichen Rechte und Pflichten der Parteien f=C3=BCr den Fall zu =
definieren, da=C3=9F=20
eine Nachricht nicht empfangen wird, versp=C3=A4tet eintrifft oder =
Fehler enth=C3=A4lt und=20
der Vertrag dadurch vereitelt wird. </P>
<P>5.2. Best=C3=A4tigung von EDI-Nachrichten</P>
<P>Der Begriff der Empfangsbest=C3=A4tigung wurde h=C3=A4ufig falsch =
aufgefasst,=20
insbesondere in bezug auf den Inhalt der Nachricht selbst. Die in dieser =

Vereinbarung eingef=C3=BChrte Definition (Artikel 2) soll die =
Best=C3=A4tigungsstufe, die=20
in der EDI-Mustervereinbarung angestrebt wird, kl=C3=A4ren. </P>
<P>Es stehen verschiedene Best=C3=A4tigungsstufen zur Verf=C3=BCgung. =
Die Best=C3=A4tigung kann=20
auf der Ebene des Telekommunikationsnetzes automatisch =C3=BCbertragen =
werden, wenn=20
die Nachricht dem Empf=C3=A4nger zur Verf=C3=BCgung gestellt wird; sie =
kann beim Empfang=20
der Nachricht im Informationssystem des Empf=C3=A4ngers ohne jede =
=C3=9Cberpr=C3=BCfung=20
automatisch gesendet werden; sie kann nach einer gewissen =
=C3=9Cberpr=C3=BCfung gesendet=20
werden; in einem gewissen Stadium kann sie auch der Annahme des=20
Nachrichteninhalts oder der Best=C3=A4tigung entsprechen, da=C3=9F der =
Empf=C3=A4nger auf den=20
Inhalt der Nachricht reagieren wird. </P>
<P>Auf der in der Europ=C3=A4ischen EDI-Mustervereinbarung =
gew=C3=A4hlten Stufe wird nicht=20
nur lediglich der Empfang best=C3=A4tigt. Sie entspricht der Stufe, auf =
der Semantik=20
und Syntax =C3=BCberpr=C3=BCft werden, und besteht aus einer Antwort auf =
die gesendete=20
EDI-Nachricht, die besagt, da=C3=9F die Nachricht empfangen wurde und =
Syntax und=20
Semantik der Nachricht korrekt sind. </P>
<P>Die Parteien ben=C3=B6tigen m=C3=B6glicherweise eine andere =
Best=C3=A4tigungsstufe, die in=20
diesem Fall von ihnen ihrem Bedarf entsprechend definiert werden sollte. =
Die=20
entsprechenden Einzelheiten sollten in den Technischen Anhang =
aufgenommen=20
werden. </P>
<P>Der in Artikel 5 festgelegte Grundsatz besagt, da=C3=9F der Empfang =
einer=20
Nachricht nur zu best=C3=A4tigen ist, falls dies gefordert wird. </P>
<P>Im Technischen Anhang kann f=C3=BCr alle EDI-Nachrichten oder =
f=C3=BCr bestimmte=20
Nachrichtenkategorien (z. B. alle "BESTELLUNG"-Nachrichten) vorgesehen =
werden,=20
da=C3=9F sie automatisch gepr=C3=BCft und best=C3=A4tigt werden. =
Alternativ kann, falls f=C3=BCr die=20
Best=C3=A4tigung keine bestimmten Bedingungen vorgesehen sind, das =
entsprechende=20
Segment f=C3=BCr die Anforderung einer Best=C3=A4tigung in die gesendete =
Nachricht=20
aufgenommen werden. Nicht f=C3=BCr alle Nachrichten ist eine =
Best=C3=A4tigung=20
erforderlich; im Technischen Anhang sollte deutlich unterschieden =
werden, bei=20
welchen Nachrichten dies der Fall ist und bei welchen nicht. </P>
<P>5.3. Frist und =C3=9Cbertragung der Empfangsbest=C3=A4tigung</P>
<P>EDI ist vor allem durch eine erh=C3=B6hte Zuverl=C3=A4ssigkeit =
aufgrund einer=20
Verringerung von Fehlern, eines schnelleren und pr=C3=A4ziseren =
Informationsflusses=20
und durch eine erh=C3=B6hte Automatisierung der Datenverarbeitung =
gekennzeichnet.=20
Best=C3=A4tigungen tragen zur Zuverl=C3=A4ssigkeit und Pr=C3=A4zision =
von EDI bei. In diesem=20
Zusammenhang sind Fristen von entscheidender Bedeutung. </P>
<P>Die Bedeutung der Frist f=C3=BCr die =C3=9Cbertragung der =
Best=C3=A4tigung ergibt sich=20
daraus, da=C3=9F erst gem=C3=A4=C3=9F der EDI-Nachricht gehandelt werden =
kann und damit die=20
vertraglichen Pflichten erfuellt werden k=C3=B6nnen, nachdem die =
Best=C3=A4tigung, falls=20
gefordert, gesendet wurde. </P>
<P>Im EDI-Umfeld gilt ein Arbeitstag als angemessene Frist. =
Einsatzsynchrones=20
Management (JIT-Management) oder andere Priorit=C3=A4ten k=C3=B6nnen =
jedoch einen=20
strengeren Zeitplan erforderlich machen, oder die Frist erscheint =
ungeeignet=20
oder unpraktisch und es bedarf m=C3=B6glicherweise einer =
Verl=C3=A4ngerung. In diesem Fall=20
sollten die Parteien die Frist entsprechend anpassen und die =
EDI-Vereinbarung=20
ihren eigenen Absprachen gem=C3=A4=C3=9F schlie=C3=9Fen. </P>
<P>Obwohl diese Bestimmung eine Definition eines Arbeitstages =
enth=C3=A4lt, kann es=20
sich f=C3=BCr die Parteien als sinnvoll erweisen, die =C3=B6ffentlichen =
oder anderen=20
Feiertage oder die Dauer f=C3=BCr die Verf=C3=BCgbarkeit des Systems =
genauer festzulegen.=20
</P>
<P>Die Empfangsbest=C3=A4tigung einer EDI-Nachricht ist Aufgabe des =
Empf=C3=A4ngers, der=20
erst dann auf eine zu best=C3=A4tigende Nachricht reagieren sollte, wenn =
die=20
Best=C3=A4tigung gesendet wurde. </P>
<P>5.4. Nicht erfolgter Empfang einer Best=C3=A4tigung</P>
<P>Wenn der Sender einer EDI-Nachricht, der eine Best=C3=A4tigung =
angefordert hat,=20
diese nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist empf=C3=A4ngt, kann er =
davon=20
ausgehen, da=C3=9F es ein Problem mit der Nachricht gab oder der =
Empf=C3=A4nger sie nicht=20
behandeln kann oder will. Der Sender kann dann diese Nachricht als =
nichtig=20
betrachten, vorausgesetzt, er teilt dies dem Empf=C3=A4nger mit. Die =
letztere=20
Bedingung ist vor allem dann sinnvoll, wenn bei der =C3=9Cbertragung der =
Best=C3=A4tigung=20
ein Problem aufgetreten ist. Die Fristen sind auch hier von =
entscheidender=20
Bedeutung. </P>
<P>Alternativ dazu k=C3=B6nnen die Parteien eine =
Wiederherstellungsprozedur f=C3=BCr den=20
Fall festlegen, da=C3=9F technische Probleme aufgetreten sind. Der =
Sender einer=20
EDI-Nachricht, die eine Best=C3=A4tigung erfordert, kann eine=20
Wiederherstellungsprozedur einleiten, wenn er die Best=C3=A4tigung nicht =
innerhalb=20
der vorgeschriebenen Frist empf=C3=A4ngt. Die Einzelheiten einer solchen =
Prozedur=20
sollten im Technischen Anhang festgelegt werden. </P>
<P></P>
<P>Artikel 6 </P>
<P>Sicherheit von EDI-Nachrichten</P>
<P>6.1. Pflichten der Parteien</P>
<P>Es mu=C3=9F ein hinreichendes Sicherheitsniveau der Nachrichten =
gew=C3=A4hrleistet=20
werden, um Gefahren zu vermeiden, die mit dem Austausch von Nachrichten =
=C3=BCber EDI=20
verbunden sein k=C3=B6nnen. Das Sicherheitsniveau richtet sich nach der =
Bedeutung der=20
Transaktionen oder Nachrichten</P>
<P>6.2. Sicherheitsverfahren und -ma=C3=9Fnahmen</P>
<P>Die =C3=9Cberpr=C3=BCfung des Ursprungs und der Integrit=C3=A4t sind =
f=C3=BCr jede EDI-Nachricht=20
obligatorisch, da sie ein Minimum an Sicherheit darstellen. Den Parteien =
wird=20
jedoch dringend empfohlen, bei Bedarf zus=C3=A4tzliche =
Sicherheitsma=C3=9Fnahmen zu=20
vereinbaren, deren Grad sich zweifellos nach der Bedeutung des=20
Nachrichtengegenstands und der m=C3=B6glichen Haftung bei erfolglosem=20
Nachrichtenaustausch richten wird. </P>
<P>In den UN/EDIFACT-Verzeichnissen und -Leitlinien sind =
Kontrollma=C3=9Fnahmen=20
vorgesehen, wie spezielle Pr=C3=BCfungen, Empfangsbest=C3=A4tigung, =
Kontrollz=C3=A4hlung,=20
Referenznummer, Identifikation usw. M=C3=B6glicherweise sind komplexere=20
Kontrollma=C3=9Fnahmen erforderlich, insbesondere bei wichtigen =
Transaktionen. Dazu=20
beh=C3=B6ren z. B. die Verwendung bestimmter Nachrichten zur =
Erh=C3=B6hung der Sicherheit,=20
wie sie von Sicherheitsexperten (1) empfohlen werden, oder andere =
verf=C3=BCgbare=20
Sicherheitsma=C3=9Fnahmen bzw. -verfahren, zum Beispiel digitale =
Unterschriften. </P>
<P>Die zwischen den Parteien zur Gew=C3=A4hrleistung des erforderlichen=20
Sicherheitsniveaus zu verwendenden Sicherheitsma=C3=9Fnahmen, -verfahren =
und=20
-spezifikationen sowie Nachrichten sollten im Technischen Anhang =
detailliert=20
festgelegt werden. </P>
<P>6.3. Scheitern von Sicherheitsverfahren</P>
<P>Die Benachrichtigung des Senders =C3=BCber das Scheitern eines=20
EDI-Nachrichtenaustauschs oder =C3=BCber einen Fehler in einer Nachricht =
mu=C3=9F=20
innerhalb der festgelegten Fristen erfolgen, um dem Sender die =
Einleitung von=20
Ma=C3=9Fnahmen zu gestatten, sofern dies m=C3=B6glich ist. </P>
<P>Wird eine EDI-Nachricht zur=C3=BCckgewiesen oder ein Fehler entdeckt, =
sind=20
Anweisungen vom Sender anzufordern, bevor andere Schritte in bezug auf =
die=20
Nachricht als solche unternommen werden. </P>
<P></P>
<P>Artikel 7 </P>
<P>Vertraulichkeit und Schutz personenbezogener Daten</P>
<P>7.1. Vertraulichkeit</P>
<P>Der zu gew=C3=A4hrleistende Grad an Vertraulichkeit von =
EDI-Nachrichten soll dem=20
Vertraulichkeitsgrad von Papierdokumenten entsprechen. Der =
Vertraulichkeitsgrad=20
einer Nachricht sollte bei zu =C3=BCbertragenden Nachrichten stets =
gew=C3=A4hrleistet=20
sein. </P>
<P>7.2. =C3=96ffentlicher Bereich</P>
<P>Informationen des =C3=B6ffentlichen Bereichs sind im allgemeinen Sinn =
des Worts zu=20
verstehen, d. h. es handelt sich um Informationen, die allgemein bekannt =
und=20
Mitgliedern der =C3=96ffentlichkeit leicht zug=C3=A4nglich sind. </P>
<P></P>
<P>7.3. Spezielle Schutzma=C3=9Fnahmen</P>
<P>Der Verweis auf die Verschl=C3=BCsselung soll daran erinnern, =
da=C3=9F ein derartiges=20
Verfahren zum Schutz der Daten verwendet werden kann, die =
Verschl=C3=BCsselung jedoch=20
nach bestimmten nationalen Rechtsvorschriften Einschr=C3=A4nkungen =
unterliegt. Wenn=20
die Parteien die Verwendung eines Verschl=C3=BCsselungsverfahrens =
vereinbaren wollen,=20
sollten sie bei Bedarf Vorkehrungen f=C3=BCr entsprechende Genehmigungen =
oder=20
Erkl=C3=A4rungen treffen. </P>
<P>7.4. Schutz personenbezogener Daten</P>
<P>Personenbezogene Daten unterliegen den Verordnungen, die im =
Ursprungs- bzw.=20
Bestimmungsland f=C3=BCr die =C3=9Cbertragung dieser Daten in den =
L=C3=A4ndern gelten. Die=20
meisten Mitgliedstaaten haben Rechtsvorschriften zum Schutz =
personenbezogener=20
Daten erlassen, die Art des Schutzes ist jedoch h=C3=A4ufig =
unterschiedlich. Die=20
Europ=C3=A4ische Kommission hat dem Ministerrat einen Vorschlag f=C3=BCr =
eine Richtlinie=20
in diesem Bereich vorgelegt. Wird dieser Vorschlag angenommen, sollte =
diese=20
Vereinbarung entsprechend abge=C3=A4ndert werden, um die Einhaltung der =
Richtlinie zu=20
gew=C3=A4hrleisten. In der Zwischenzeit scheint es angemessen, in =
F=C3=A4llen, die in den=20
nationalen Rechtsvorschriften nicht ber=C3=BCcksichtigt sind, auf die =
Konvention des=20
Europarates zu verweisen. </P>
<P>Handelspartner und EDI-Anwender in Europa, die in einem Mitgliedstaat =
t=C3=A4tig=20
sind, der keine Rechtsvorschriften f=C3=BCr diesen Bereich erlassen hat =
sollten die=20
Grunds=C3=A4tze dieser Konvention anwenden. Der Europarat arbeitet einen =

Mustervertrag aus, der bereits in Umlauf gebracht wurde und darauf =
abzielt,=20
einen gleichwertigen Datenschutz beim grenzueberschreitenden =
Datenverkehr zu=20
gew=C3=A4hrleisten. Dies k=C3=B6nnte eine Basis f=C3=BCr die L=C3=B6sung =
der Probleme ergeben, die=20
gegebenenfalls nicht unter die bestehenden nationalen Rechtsvorschriften =
fallen=20
(5). </P>
<P></P>
<P>Artikel 8 </P>
<P>Aufzeichnung und Speicherung von EDI-Nachrichten</P>
<P>8.1. Speicherverfahren und Fristen</P>
<P>Die Anforderungen an die Speicherung von EDI-Nachrichten wurden in =
einigen=20
L=C3=A4ndern durch Rechtsvorschriften festgelegt, in den meisten =
F=C3=A4llen durch=20
Steuergesetzte. In L=C3=A4ndern, in denen keine Bestimmungen f=C3=BCr =
die EDI-Speicherung=20
bestehen, sollte analog zu Papierdokumenten verfahren werden. Die =
Anforderungen=20
hinsichtlich der Speicherungszeit sind von Land zu Land (6) =
unterschiedlich und=20
k=C3=B6nnen sich je nach Bereich und Umst=C3=A4nden =C3=A4ndern. </P>
<P>Aus diesem Grund sollten die Parteien sicherstellen, da=C3=9F die =
Speicherungszeit=20
ihren jeweiligen nationalen Rechtsvorschriften entspricht. Einige =
Tedis-Studien=20
analysieren diese Fragen und k=C3=B6nnen als Leitlinie dienen; eine =
Harmonisierung=20
k=C3=B6nnte sich in diesem Bereich als notwendig erweisen (7). </P>
<P>Der UNCID-Verhaltenskodex schl=C3=A4gt einen Speicherungszeitraum von =
drei Jahren=20
vor. Diese Speicherungsdauer wurde in die Steuergesetzgebung einiger =
L=C3=A4nder=20
=C3=BCbernommen. Sie sollte als Mindestanforderung f=C3=BCr die =
einwandfreie und sichere=20
Speicherung von Informationen betrachtet werden. Die Dauer von drei =
Jahren wird=20
als von den Parteien der EDI-Vereinbarung einzuhaltender =
Speicherungszeitraum=20
vorgeschlagen, falls keine anderen gesetzlichen Anforderungen bestehen. =
</P>
<P>Falls die Anforderungen der nationalen Rechtsvorschriften abweichen =
oder=20
einen l=C3=A4ngeren Zeitraum vorsehen, sollten diese Gesetze eingehalten =
werden. Zu=20
beachten ist, da=C3=9F die meisten Gesetze der Mitgliedstaaten einen =
l=C3=A4ngeren=20
Speicherungszeitraum fordern, in der Regel 7 oder 10 Jahre, zuweilen =
auch=20
l=C3=A4nger. Ferner sei darauf hingewiesen, da=C3=9F diese Speicherung =
m=C3=B6glicherweise f=C3=BCr=20
verschiedene Zwecke erforderlich ist, unter anderem f=C3=BCr =
Buchpr=C3=BCfung,=20
Rechnungswesen, Steuern, Beweismittel und andere administrative oder =
rechtliche=20
Anforderungen. </P>
<P>Da sich EDI noch im Aufbau befindet und entsprechende =
Gesch=C3=A4ftspraktiken noch=20
nicht zwangsl=C3=A4ufig bestehen, ist f=C3=BCr eine sorgf=C3=A4ltige =
Speicherung der=20
Informationen zu sorgen. </P>
<P>Die gesendeten oder empfangenen EDI-Nachrichten sollten zur =
Sicherheit der=20
Transaktion vollst=C3=A4ndig und in chronologischer Reihenfolge, in =
sicherer Form und=20
ohne =C3=84nderung gespeichert werden. </P>
<P>Auf nationaler Ebene k=C3=B6nnen weitere rechtliche Anforderungen an =
die=20
Speicherung der Daten bestehen, die sorgf=C3=A4ltig beachtet werden =
sollten (5). </P>
<P>8.2. Speicherformat</P>
<P>Die mit Hilfe von EDI =C3=BCbertragenen Daten werden in dem Format, =
in dem sie=20
gesendet oder empfangen wurden (d. h. einem UN/EDIFACT-Format), =
gespeichert.=20
</P>
<P>Dieses Format wurde festgelegt, weil es das einzige Datenformat ist, =
das=20
urspr=C3=BCnglich empfangen wurde und gegebenenfalls als Beweis f=C3=BCr =
die Nachricht in=20
der gesendeten oder empfangenen Form dient, bevor sie in irgendeiner =
Weise=20
=C3=BCbersetzt wird. </P>
<P>Wird eine EDI-Nachricht mit einer digitalen Unterschrift versehen, =
kann sie=20
nur anhand des Formats gepr=C3=BCft werden, in dem die Nachricht =
gesendet wurde. </P>
<P>Im Idealfall sollten die Daten auch in dem Format gespeichert werden, =
in das=20
sie im Informationssystem des Empf=C3=A4ngers oder vom =
Informationssystem des Senders=20
=C3=BCbersetzt werden. Dies unterliegt jedoch der Entscheidung der =
Parteien. </P>
<P>Die Lesbarkeit der Nachrichten und die M=C3=B6glichkeit, sie =
auszudrucken, sind=20
die in den nationalen Rechtsvorschriften am h=C3=A4ufigsten geforderten =
Kriterien,=20
die erfuellt werden sollten. </P>
<P>Um die Erhaltung der Lesbarkeit zu gew=C3=A4hrleisten, sollten die =
Parteien=20
s=C3=A4mtliche Mittel, Software-Programme oder andere =
Betriebseinrichtungen, die f=C3=BCr=20
den Datenzugriff und das Lesen der Daten erforderlich sein k=C3=B6nnen, =
beibehalten,=20
selbst wenn die Systeme aktualisiert wurden. In derartigen F=C3=A4llen =
m=C3=B6chten die=20
Parteien m=C3=B6glicherweise weiterhin =C3=BCber diese =
Betriebseinrichtungen verf=C3=BCgen,=20
ohne sie selbst beizubehalten. Diese M=C3=B6glichkeit sollte nur nach =
=C3=9Cberpr=C3=BCfung der=20
Anforderungen des nationalen Rechts in Betracht gezogen werden. </P>
<P>In Anbetracht der laufenden Aktualisierung der UN/EDIFACT-Normen ist =
es=20
besonders wichtig, da=C3=9F die verwendeten UN/EDIFACT-Verzeichnisse und =

Softwareversionen zu Beweiszwecken ebenfalls zug=C3=A4nglich sind, um =
die Lesbarkeit=20
und Reproduktion der Nachricht, falls erforderlich, sicherzustellen. =
</P>
<P></P>
<P>Artikel 9 </P>
<P>Betriebsanforderungen f=C3=BCr EDI</P>
<P>9.1. Betriebsumfeld</P>
<P>Ziel dieser Bestimmung ist es, die grundlegenden Anforderungen =
f=C3=BCr den=20
Betrieb von EDI in die Vereinbarung aufzunehmen. Die Liste der in =
Artikel 9=20
genannten betrieblichen und technischen Elemente ist nicht =
vollst=C3=A4ndig. Die=20
Einzelheiten dieser Betriebsanforderungen werden bei Bedarf =
gem=C3=A4=C3=9F Artikel 10 im=20
Technischen Anhang festgelegt. </P>
<P>9.2. Betriebseinrichtungen</P>
<P>Obwohl EDI von Hardware, Software und Telekommunikationsmitteln =
unabh=C3=A4ngig=20
ist, erfordert der Austausch von EDI-Nachrichten Informationssysteme, =
die=20
EDI-Nachrichten empfangen, senden und verarbeiten k=C3=B6nnen. Zu den =
grundlegenden=20
Anforderungen in dieser Hinsicht geh=C3=B6ren das einwandfreie =
Funktionieren der f=C3=BCr=20
die Nachrichten=C3=BCbertragung verwendeten (Hardware-) Anlagen, =
geeignete Software=20
und Softwareuebersetzung. </P>
<P>9.3. Kommunikationsverfahren</P>
<P>Die Parteien m=C3=BCssen das zu verwendende Kommunikationsverfahren =
festlegen.=20
Dies beinhaltet vor allem die Telekommunikationsprotokolle und =
gegebenenfalls=20
die Wahl von Dritten, die m=C3=B6glicherweise f=C3=BCr die Erbringung =
von Dienstleistungen=20
herangezogen werden. </P>
<P>9.4. EDI-Nachrichtennormen</P>
<P>Die Nachrichtennormen sind f=C3=BCr EDI von entscheidender Bedeutung. =
Bei den=20
UN/EDIFACT-Normen handelt es sich um internationale und europ=C3=A4ische =
Normen (ISO=20
9735/CEN 29735-ISO 7372). Im Rahmen des Tedis-Programms wurden die=20
UN/EDIFACT-Normen nachdr=C3=BCcklich bef=C3=BCrwortet, insbesondere in =
Verbindung mit dem=20
EDIFACT-Ausschu=C3=9F des Sekretariats f=C3=BCr Westeuropa, der dem CEN =
assoziiert ist=20
(6). </P>
<P>Die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen f=C3=BCr Europa gibt =
die=20
Empfehlungen f=C3=BCr die gebilligten UN/EDIFACT-Normen, Leitlinien und =
Verzeichnisse=20
heraus. Diese Empfehlungen sollten beachtet werden, um weltweit =
denselben Stand=20
bei der Verwendung der EDI-Nachrichtennormen zu gew=C3=A4hrleisten. </P>
<P>Wie bereits erw=C3=A4hnt, m=C3=BCssen alle f=C3=BCr den Austausch von =
EDI-Nachrichten=20
erforderlichen Spezifikationen von den Parteien festgelegt werden. </P>
<P>Andere Normen stehen ebenfalls zur Verf=C3=BCgung. Wenn die Parteien =
andere Normen=20
verwenden wollen, m=C3=BCssen sie sich dar=C3=BCber einigen und alle =
entsprechenden=20
Einzelheiten und Spezifikationen festlegen. </P>
<P>9.5. Codes</P>
<P>Die f=C3=BCr EDI verwendeten Codelisten sind von entscheidender =
Bedeutung. Bei=20
UN/EDIFACT-Nachrichten sind die gem=C3=A4=C3=9F den UN/EDIFACT-Verfahren =
gef=C3=BChrten=20
Codelisten Teil der technischen Spezifikationen. Der Verweis auf =
zahlreiche=20
andere Codelisten und deren Verwendung ist jedoch ebenfalls =
m=C3=B6glich. </P>
<P>Empfohlen wird, nach M=C3=B6glichkeit internationale Normen oder =
offiziell=20
herausgegebene Codelisten zu verwenden. Diese decken m=C3=B6glicherweise =
nicht alle=20
Bed=C3=BCrfnisse der Parteien ab. In diesem Fall sollten der Effizienz =
halber=20
Codelisten bevorzugt werden, die von bekannten Organisationen =
herausgegeben und=20
fortgeschrieben werden und die Entsprechung zu anderen Codiersystemen=20
sicherstellen (zum Beispiel statistische Codelisten). </P>
<P></P>
<P>Artikel 10 </P>
<P>Technische Spezifikationen und Anforderungen</P>
<P>Die Rechtlichen Bestimmungen sollen vor allem die Themen behandeln, =
die=20
wesentliche Rechtsfragen betreffen. Die Vereinbarung enth=C3=A4lt =
grundlegende=20
Prinzipien und Vorschriften f=C3=BCr technische Spezifikationen, damit =
diese=20
vereinbart werden und als Bezugsgrundlage dienen k=C3=B6nnen. </P>
<P>Der Technische Anhang stellt die Erg=C3=A4nzung der Rechtlichen =
Bestimmungen dar,=20
in der die Parteien alle technischen Anforderungen und Spezifikationen =
festlegen=20
m=C3=BCssen, die f=C3=BCr den ordnungsgem=C3=A4ssen Austausch von =
EDI-Nachrichten erforderlich=20
sind. </P>
<P>Zwar ist es nicht leicht, eine Liste aller zu ber=C3=BCcksichtigenden =
Elemente=20
aufzustellen, da sich diese je nach den Bed=C3=BCrfnissen der Parteien =
=C3=A4ndern.=20
Feststeht jedoch, da=C3=9F Spezifikationen zu folgenden Punkten =
vorzusehen sind: </P>
<P>- Spezifikationen in bezug auf die Betriebsanforderungen (Artikel 9) =
mit</P>
<P>- den erforderlichen Spezifikationen im Zusammenhang mit Software und =

=C3=9Cbersetzungssoftware f=C3=BCr den EDI-Austausch, </P>
<P>- Kommunikationsprotokollen und Diensten dritter Parteien, </P>
<P>- UN/EDIFACT-Nachrichtennormen und -Empfehlungen, einschlie=C3=9Flich =
der Liste=20
von Nachrichten und ihrer Referenzen, </P>
<P>- gegebenenfalls bedingten Komponenten, </P>
<P>- Leitlinien f=C3=BCr den Nachrichtenaufbau, </P>
<P>- Implementierungsleitlinien, </P>
<P>- Verzeichnissen, </P>
<P>- Codelisten, </P>
<P>- Verweis auf die Dokumentation, </P>
<P>- Versionen und Programmaktualisierung. Die Parteien sollten im =
Technischen=20
Anhang das f=C3=BCr die Implementierung aktualisierter =
Nachrichtenversionen,=20
Vorschriften, Leitlinien und Verzeichnisse verwendete Verfahren =
festlegen; </P>
<P>- f=C3=BCr die Verarbeitung und Best=C3=A4tigung von Nachrichten =
erforderliche=20
Spezifikationen, </P>
<P>- Spezifikationen in bezug auf Sicherheitsma=C3=9Fnahmen f=C3=BCr =
Nachrichten, </P>
<P>- Spezifikationen in bezug auf die Aufzeichnung und Speicherung, </P>
<P>- Fristen. Diese k=C3=B6nnen bei EDI von entscheidender Bedeutung =
sein,=20
insbesondere wenn EDI mit anderen Techniken, wie zum Beispiel JIT=20
(Just-in-Time), kombiniert wird. Einige Fristen wurden in die=20
EDI-Mustervereinbarung aufgenommen, m=C3=B6glicherweise sind jedoch dem =
Bedarf=20
entsprechend =C3=84nderungen notwendig. Weitere Fristen m=C3=BCssen von =
den Parteien=20
vereinbart werden. </P>
<P>- Test- und Versuchsverfahren. Technische Experten haben darauf =
hingewiesen,=20
da=C3=9F die Durchf=C3=BChrung von Tests sich nicht nur als =
n=C3=BCtzlich sondern manchmal auch=20
als notwendig erweisen kann, um das reibungslose Funktionieren der =
Systeme und=20
Telekommunikationsmittel sicherzustellen. Die Praxis zeigt, da=C3=9F =
diese Tests=20
tats=C3=A4chlich in der Regel von Parteien durchgef=C3=BChrt werden, die =
EDI einzusetzen=20
beginnen, und zwar normalerweise in zwei Schritten. Zuerst werden=20
EDI-Nachrichten parallel zu Papierdokumenten ausgetauscht; =
anschlie=C3=9Fend werden,=20
wenn dieser Test zufriedenstellend ausf=C3=A4llt, lediglich =
EDI-Nachrichten=20
ausgetauscht. Von Zeit zu Zeit k=C3=B6nnen weitere Tests erforderlich =
sein, zum=20
Beispiel nach =C3=84nderungen des Systems. </P>
<P></P>
<P>Artikel 11 </P>
<P>Haftung</P>
<P>11.1. Haftungsausschlu=C3=9F</P>
<P>Die Haftung f=C3=BCr besondere, indirekte Sch=C3=A4den oder =
Folgesch=C3=A4den in Verbindung=20
mit der Vereinbarung wurde ausgeschlossen (5). </P>
<P>11.2. H=C3=B6here Gewalt</P>
<P>Eine Befreiung von der Haftung erfolgt im Fall von "h=C3=B6herer =
Gewalt". Der in=20
diesem Artikel aufgenommene Begriff der h=C3=B6heren Gewalt entspricht =
dem in der=20
Konvention der Vereinten Nationen =C3=BCber Vertr=C3=A4ge f=C3=BCr den =
Internationalen Verkauf=20
von G=C3=BCtern (United Nations Convention on Contracts for the =
International Sale of=20
Goods) der sogenannten Wiener Konvention vom 11. April 1980 entwickelten =
Begriff=20
und stellt in Ermangelung einheitlicher nationaler Rechtsvorschriften zu =
diesem=20
Punkt eine Definition dar, die von den Parteien auf Wunsch erweitert =
werden=20
kann, indem sie verschiedene Situationen anf=C3=BChren, in denen eine =
Befreiung von=20
der Haftung m=C3=B6glich ist. </P>
<P>11.3. Haftung Dritter</P>
<P>Die Haftung f=C3=BCr die Handlungen einer dritten Partei wird in =
viele=20
Vereinbarungen aufgenommen und im allgemeinen akzeptiert, da die dritte =
Partei=20
h=C3=A4ufig tats=C3=A4chlich als Vertreter des Anwenders handelt. =
Dar=C3=BCber hinaus befindet=20
sich die Partei, die die Dienste eines Dritten in Anspruch nimmt und die =

Vertragsbeziehung zu diesem unterh=C3=A4lt, in der besten =
Ausgangsposition, um gegen=20
den Dienstleistungserbringer zu klagen, falls sie haftbar gemacht werden =
kann.=20
</P>
<P>11.4. Zu beachten ist, da=C3=9F zwischen den Abs=C3=A4tzen 9.2 und =
9.3 ein Unterschied=20
besteht. Fordert eine Partei die andere auf, die Dienste eines Dritten =
in=20
Anspruch zu nehmen, so scheint es nur billig, da=C3=9F die Partei, die =
diese=20
Inanspruchnahme fordert, f=C3=BCr Sch=C3=A4den, die sich daraus ergeben, =
verantwortlich=20
ist und nicht die Partei, die die Dienste in Anspruch genommen hat. </P>
<P>Die Parteien sollten sicherstellen, da=C3=9F alle m=C3=B6glichen, =
durch eine gesendete=20
Nachricht entstehenden Risiken durch entsprechende Versicherungen =
abgedeckt=20
sind, wobei der Wert der =C3=BCber EDI abzuwickelnden Transaktionen zu=20
ber=C3=BCcksichtigen ist. </P>
<P></P>
<P>Artikel 12 </P>
<P>Beilegung von Streitigkeiten</P>
<P>In der EDI-Mustervereinbarung sind zwei alternative Bestimmungen =
vorgesehen,=20
um den Parteien die beste Wahl zu erm=C3=B6glichen. </P>
<P>Die erste Alternative besteht in einer Schiedsklausel, wenn die =
Parteien=20
beschlie=C3=9Fen, ihren Streitfall auf diese Art beizulegen. Die zweite=20
vorgeschlagene Alternative besteht in einer Gerichtsstandsklausel, wobei =
die=20
richterliche Zust=C3=A4ndigkeit vereinbart werden mu=C3=9F, wenn die =
Parteien beschlie=C3=9Fen,=20
den Streitfall einem Gericht zu unterbreiten. </P>
<P>Hier sei darauf hingewiesen, da=C3=9F sich aufgrund der Beziehungen, =
die durch EDI=20
zwischen den Anwendern geschaffen werden, voraussichtlich viele =
Streitigkeiten=20
im Verhandlungsweg lassen. </P>
<P>Nur wenn diese Verhandlungen scheitern, kommen die Bestimmungen =
=C3=BCber die=20
Beilegung von Streitigkeiten zum Tragen. </P>
<P>Alternative 1: </P>
<P>Schiedsklausel</P>
<P>Die Parteien w=C3=BCnschen m=C3=B6glicherweise ihre Streitigkeiten im =
Schiedsverfahren=20
beizulegen. Das Schiedsverfahren kann sich als praktisches Mittel zur =
Beilegung=20
eines Streits zwischen Parteien aus verschiedenen L=C3=A4ndern erweisen. =
Es bietet=20
den Vorteil der Wahl des (der) Schiedsrichter(s) oder der bennenden =
Beh=C3=B6rde.=20
Gelegentlich - wenn auch nicht immer - erweist sich dieses Verfahren als =

schneller. Aufgrund seines vertraulichen Charakters wird es zuweilen von =
den=20
Parteien bevorzugt. Der Schiedsspruch ist im Prinzip endg=C3=BCltig, =
eine Anfechtung=20
ist jedoch m=C3=B6glich. </P>
<P>In zahlreichen L=C3=A4ndern wird noch immer eine schriftliche, =
eindeutige=20
Erkl=C3=A4rung zum Schiedsverfahren gefordert, wenn dieses gew=C3=A4hlt =
wird. Den Parteien=20
wird deshalb geraten, eine solche Klausel in die Vereinbarung =
aufzunehmen. </P>
<P>Die Parteien m=C3=BCssen festlegen, wie der Schiedsrichter benannt =
wird. Er kann=20
zwischen einer oder drei einvernehmlich benannten Personen gew=C3=A4hlt =
werden, oder,=20
falls keine Einigung hinsichtlich des (der) Schiedsrichter(s) erreicht =
wird, von=20
einer Beh=C3=B6rde bestimmt werden. </P>
<P>Die Parteien sollten deshalb die benennende Beh=C3=B6rde angeben. =
Dabei handelt es=20
sich um nationale Beh=C3=B6rden wie die von der Handelskammer ernannte =
Schiedskammer=20
und internationale Beh=C3=B6rden wie ICC, UNCITRAL oder das Londoner =
Gericht f=C3=BCr=20
internationale Schiedsverfahren (London Court of International =
Arbitration), um=20
nur einige Beispiele zu nennen. </P>
<P>Die Verfahrensordnung des Schiedsverfahrens sollte ebenfalls =
festgelegt=20
werden. In einem internationalen Zusammenhang kann es sich dabei um die=20
schiedsgerichtliche Verfahrensordnung der UNCITRAL des ICC-Gerichts, des =

Londoner Gerichts f=C3=BCr internationale Schiedsverfahren, der =
Wirtschaftskommission=20
f=C3=BCr Europa (5) oder um ein nationales schiedsrichterliches System =
handeln. </P>
<P>Alternative 2: </P>
<P>Gerichtsstandsklausel</P>
<P>Wenn die Parteien beabsichtigen, ihre Rechsstreitigkeit durch ein =
Gericht=20
beilegen zu lassen, sieht die zweite Alternative vor, da=C3=9F sie das =
zust=C3=A4ndige=20
Gericht w=C3=A4hlen und in ihrer Vereinbarung festlegen. </P>
<P>Wenn die Parteien keine derartige Wahl treffen, wird das =
zust=C3=A4ndige Gericht=20
mit Verweis auf das =C3=9Cbereinkommen =C3=BCber die gerichtliche =
Zust=C3=A4ndigkeit und die=20
Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen =
(6)=20
bestimmt. </P>
<P></P>
<P>Artikel 13 </P>
<P>Anwendbares Recht</P>
<P>Die Sicherheit der EDI-Beziehungen wird durch eindeutige Angabe des=20
anwendbaren Rechts erh=C3=B6ht. Im Hinblick auf das auf die Vereinbarung =
anwendbare=20
Recht, das von entscheidender Bedeutung ist, und das EDI-Anwender =
m=C3=B6glicherweise=20
mit zahlreichen L=C3=A4ndern verhandeln, wird ihnen empfohlen, das =
gew=C3=A4hlte=20
Rechtssystem eindeutig anzugeben. </P>
<P>Falls keine erkl=C3=A4rte Wahl getroffen wurde, unterliegt die =
Vereinbarung den=20
Bestimmungen des =C3=9Cbereinkommens =C3=BCber das auf vertragliche =
Schuldverh=C3=A4ltnisse=20
anzuwendende Recht (7); dies kann jedoch zu einer Unsicherheit =
hinsichtlich des=20
auf den Vertrag anwendbaren Rechts f=C3=BChren, da dieses zum Zeitpunkt =
des=20
Streitfalls durch Ermittlung des Rechts bestimmt wird, das dem Vertrag =
am=20
n=C3=A4chsten steht. </P>
<P>Zur Ermittlung des anwendbaren Rechts wird das Land in Betracht =
gezogen, in=20
dem die Partei, die die f=C3=BCr den Vertrag charakteristische Leistung =
erbringen=20
soll, zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ihren st=C3=A4ndigen =
Wohnsitz oder, im=20
Fall eines Unternehmens, ihre Hauptverwaltung hat. Wird der Vertrag =
jedoch=20
w=C3=A4hrend der Aus=C3=BCbung des Gewerbes oder Berufes dieser Partei =
geschlossen, ist=20
dieses Land im allgemeinen das Land, in dem sich der Gesch=C3=A4ftssitz =
befindet. Es=20
gibt bestimmte Ausnahmen von dieser Regel, die in Artikel 4 des =
=C3=9Cbereinkommens=20
aufgelistet sind. </P>
<P></P>
<P>Artikel 14 </P>
<P>Inkrafttreten, =C3=84nderungen, Laufzeit und Teilnichtigkeit</P>
<P>14.1. Inkrafttreten</P>
<P>In diesem Artikel wird festgelegt, da=C3=9F die Vereinbarung erst in =
Kraft tritt,=20
wenn sie durch die Parteien unterzeichnet ist. </P>
<P>14.2. =C3=84nderungen</P>
<P>Da die Vereinbarung, vorbehaltlich dieser Empfehlung, eine =
Mustervereinbarung=20
ist, k=C3=B6nnen ihre Bedingungen naturgem=C3=A4=C3=9F im Einvernehmen =
der Parteien ge=C3=A4ndert=20
werden. </P>
<P>Um die notwendige Solidit=C3=A4t und Koh=C3=A4renz der rechtlichen =
Bestimmungen zu=20
gew=C3=A4hrleisten, sind =C3=84nderungen und zus=C3=A4tzliche oder =
alternative Bestimmungen zu=20
den Rechtlichen Bestimmungen in der Form einzubringen, in der auch die=20
Vereinbarung von den Parteien angenommen wurde, d. h. in schriftlicher =
und=20
unterzeichneter Form. </P>
<P>14.3. Laufzeit</P>
<P>Die in diesem Artikel vorgeschlagene K=C3=BCndigungsfrist von einem =
Monat kann von=20
den Parteien verl=C3=A4ngert werden. Von einer Verk=C3=BCrzung dieser =
Frist wird=20
abgeraten, da sie als Mindestzeitraum zu betrachten ist. </P>
<P>Gem=C3=A4=C3=9F Absatz 14.3 sind einige Rechte und Pflichten in =
Verbindung mit dem=20
Vertrag von grundlegender Bedeutung und auch nach einer K=C3=BCndigung =
des Vertrags=20
einzuhalten. </P>
<P>14.4. Teilnichtigkeit</P>
<P>Der letzte Absatz wurde aufgenommen, um zu vermeiden, da=C3=9F eine =
Partei die=20
Vereinbarung nur deshalb k=C3=BCndigt, weil eine Klausel ung=C3=BCltig =
geworden ist, und=20
soll ausserdem verhindern, da=C3=9F die Parteien eine Vereinbarung =
k=C3=BCndigen, um die=20
Erfuellung bestimmter Pflichten zu vermeiden. </P>
<P></P>
<P></P>
<P>(1) =C3=84nderungen k=C3=B6nnen sich in F=C3=A4llen als notwendig =
erweisen, in denen eine=20
Inkoh=C3=A4renz mit einzelstaatlichem Recht vorliegt, die sich nicht =
v=C3=B6llig=20
ausschlie=C3=9Fen l=C3=A4sst. </P>
<P>(2) Introduction to (Einf=C3=BChrung in) UN/EDIFACT, UN/EDIFACT =
Rapporteurs Team,=20
April 1991. </P>
<P>(3) Formation of EDI contract (Zustandekommen des EDI-Vertrags), =
Bericht der=20
CRID im Auftrag der Europ=C3=A4ischen Kommission, 1991. </P>
<P>(4) Die Sicherheitsgruppe, die unter der Schirmherrschaft von JRT =
oder dem=20
Western European EDIFACT Board (EDIFACT- Ausschu=C3=9F f=C3=BCr =
Westeuropa) arbeitet,=20
bereitet Empfehlungen f=C3=BCr diesen Bereich vor. </P>
<P>(5) Europarat, Model contract to ensure equivalent data protection in =
the=20
context of transborder data flows (Mustervertrag zur Gew=C3=A4hrleistung =
eines=20
gleichwertigen Datenschutzes beim grenzueberschreitenden Datenverkehr), =
14.=20
September 1992, T-PD (92) 7. </P>
<P>(6) Siehe Wilde Sapte, Report in Authentication, Storage and use of =
codes in=20
EDI Messages (Bericht =C3=BCber Authentifizierung, Speicherung und =
Verwendung von=20
Codes in EDI-Nachrichten), 1993 im Auftrag der Europ=C3=A4ischen =
Kommission erstellt.=20
Dieser Bericht wird 1994 ver=C3=B6ffentlicht. </P>
<P>(7) Wilde Sapte, CIREDIT und IT Law Group, Report on the legal =
contraints and=20
inadequacies relating to the use of EDI in the field of accounting in =
the Member=20
States (Bericht =C3=BCber rechtliche Einschr=C3=A4nkungen und =
Unzul=C3=A4nglichkeiten in bezug=20
auf die Verwendung von EDI im Bereich des Rechnungswesens in den=20
Mitgliedstaaten), November 1992 (erh=C3=A4ltlich in Englisch) und in den =

EFTA-L=C3=A4ndern, Dezember 1993 (erh=C3=A4ltlich in English 1994). </P>
<P>(8) CIREDIT und IT Law Group, ebenda. </P>
<P>(9) CEN Comit=C3=A9 Europ=C3=A9en de Normalisation (Europ=C3=A4isches =
Komitee f=C3=BCr Normung).=20
</P>
<P>(10) Vgl. "The liability of EDI network operators" (Haftung von=20
EDI-Netzbetreibern), Bericht des CRID im Auftrag der Europ=C3=A4ischen =
Kommission,=20
1991. </P>
<P>(11) Vgl. vor allem Schmitthoff, The Law and Practice of =
International Trade=20
(Gesetz und Praxis des internationalen Handels), Stevens, 1986, S. 574 =
bis 629.=20
</P>
<P>(12) =C3=9Cbereinkommen 72/454/EWG, ABl. Nr. L 299 vom 31. 12. 1972, =
S. 32. </P>
<P>(13) =C3=9Cbereinkommen 80/934/EWG vom 19. Juni 1980, ABl. Nr. L 266 =
vom 9. 10.=20
1980, S. 1. </P>
<P></P>
<P></P>
<P>ANHANG 3 </P>
<P>EUROP=C3=84ISCHE EDI-MUSTERVEREINBARUNG RECHTLICHE BESTIMMUNGEN 1. =
Verzeichnis der=20
Artikel der rechtlichen Bestimmungen der europ=C3=A4ischen =
EDI-Mustervereinbarung,=20
die von den Parteien erg=C3=A4nzt werden k=C3=B6nnen</P>
<P>Das folgende Verzeichnis enth=C3=A4lt die Punkte der Rechtlichen =
Bestimmungen,=20
deren Erg=C3=A4nzung oder =C3=84nderung durch die Parteien in der =
EDI-Vereinbarung=20
(Rechtliche Bestimmungen) zul=C3=A4ssig ist. </P>
<P>1. Fristen</P>
<P>Fristen werden in den folgenden Abs=C3=A4tzen genannt: 5.3, 6.3, 8, =
14.3. </P>
<P>Diese Fristen k=C3=B6nnen bei Bedarf von den Parteien ge=C3=A4ndert =
werden. </P>
<P>2. Schieds- und Gerichtsstandsklausel, Anwendbares Recht</P>
<P></P>
<P>Artikel 12 </P>
<P>enth=C3=A4lt zwei Alternativen, von denen eine zu w=C3=A4hlen ist. =
Beide Alternativen=20
sind durch die Parteien zu erg=C3=A4nzen. </P>
<P>In Artikel 13 ist das gew=C3=A4hlte Rechtssystem anzugeben. </P>
<P>2. Verzeichnis der Artikel der europ=C3=A4ischen =
EDI-Mustervereinbarung, die die=20
Festlegung von Spezifikationen im technischen Anhang vorsehen</P>
<P>Das folgende Verzeichnis enth=C3=A4lt die Punkte der Rechtlichen =
Bestimmungen, zu=20
denen die Parteien im Technischen Anhang Spezifikationen festlegen =
m=C3=BCssen. Diese=20
Liste ist nicht vollst=C3=A4ndig und kann durch andere Spezifikationen =
erg=C3=A4nzt=20
werden. </P>
<P>1. Fristen</P>
<P>Auf die im Technischen Anhang festzulegenden Fristen wird in den =
Abs=C3=A4tzen 5.1=20
und 5.4 verwiesen. </P>
<P>2. Empfangsbest=C3=A4tigung</P>
<P>Zu best=C3=A4tigende EDI-Nachrichten</P>
<P>Unter Hinweis auf Absatz 5.2 werden die EDI-Nachrichten festgelegt, =
die ohne=20
besondere Anforderung immer best=C3=A4tigt werden m=C3=BCssen. </P>
<P>Sonderbedingungen</P>
<P>Sonderbedingungen f=C3=BCr die Empfangsbest=C3=A4tigung sind =
festzulegen. </P>
<P>Alternative Wiederherstellungsprozedur</P>
<P>Die in Absatz 5.4 genannte alternative Wiederherstellungsprozedur =
wird=20
festgelegt, falls die Verwendung einer solchen Prozedur beschlossen =
wird. </P>
<P>3. Sicherheitsverfahren und -ma=C3=9Fnahmen</P>
<P>Die Sicherheitsverfahren und -ma=C3=9Fnahmen zur Erfuellung der in =
Artikel 6=20
festgelegten Anforderungen werden festgelegt. </P>
<P>Diese Verfahren und Ma=C3=9Fnahmen beziehen sich auf</P>
<P>- unbefugten Zugriff, =C3=84nderung, Verz=C3=B6gerung, =
Zerst=C3=B6rung, Verlust, </P>
<P>- =C3=9Cberpr=C3=BCfung des Ursprungs, </P>
<P>- =C3=9Cberpr=C3=BCfung der Integrit=C3=A4t, </P>
<P>- Anerkennung von Ursprung/Empfang, </P>
<P>- Vertraulichkeit. </P>
<P>4. Vertrauliche Informationen</P>
<P>EDI-Nachrichten, die vertrauliche Informationen enthalten, =
k=C3=B6nnen aufgef=C3=BChrt=20
werden. </P>
<P>Eine Berechtigung zur Offenlegung kann bei Bedarf vorgesehen werden. =
</P>
<P>Sofern ein Verschl=C3=BCsselungsverfahren zur Verf=C3=BCgung steht =
oder verwendet wird,=20
kann dieses angegeben werden. </P>
<P>5. Aufzeichnung und Speicherung</P>
<P>Alle f=C3=BCr die Aufzeichnung und Speicherung von Nachrichten =
erforderlichen=20
Spezifikationen sind auszugeben. </P>
<P>6. Betriebsanforderungen und technische Spezifikationen</P>
<P>Es werden alle technischen Spezifikationen zu folgenden technischen=20
Anforderungen erstellt: </P>
<P>- Anlagen, </P>
<P>- Software, </P>
<P>- Dienstleistungen, </P>
<P>- Kommunikationsdienste, </P>
<P>- Kommunikationsprotokolle, </P>
<P>- Nachrichtennormen, Verzeichnisse, Versionen, Syntax, =
Nachrichtentypen,=20
Segmente, Datenelemente, </P>
<P>- Codes, </P>
<P>- Test- und Versuchsverfahren, </P>
<P>- Verf=C3=BCgbarkeit. </P>
<P>7. =C3=84nderungen</P>
<P>Alle =C3=84nderungen der Rechtlichen Bestimmungen sind =
gem=C3=A4=C3=9F Artikel 14=20
festzulegen und zu vereinbaren. </P>
<P></P></TXT_TE>
<P></P></DIV>
<HR class=3Dhomepage>

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vom Amt f=C3=BCr=20
Ver=C3=B6ffentlichungen</A></DIV></BODY></HTML>

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#printVer {
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#printVer A:link {
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#profile {
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#profile P {
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#profile H1 {
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#profile FORM {
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#journal {
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#journal P {
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#journal H1 {
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#journal UL {
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#journal UL LI {
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#journal A:link {
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#journal A:visited {
	FONT-WEIGHT: bold; COLOR: #002579
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#journal A:hover {
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#cdrom {
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#cdrom P {
	PADDING-RIGHT: 5px; PADDING-LEFT: 8px; FONT-SIZE: 0.8em; =
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#cdrom H1 {
	PADDING-RIGHT: 5px; PADDING-LEFT: 8px; FONT-SIZE: 0.9em; =
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#cdrom UL {
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#cdrom UL LI {
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#cdrom A:link {
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#cdrom A:hover {
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#leftmenu .title {
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TD.tcellTableSEC A:visited {
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.theadTableCONSOL {
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.tcellTableCONSOL {
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TD.tcellTableCONSOL A:visited {
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.tcellleftTableCONSOL {
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.tinactivTableCONSOL {
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.TableCOMmonthbymonth {
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.TableSECmonthbymonth {
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.TableCOMmonth {
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.TableSECmonth {
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.queryCOM {
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.TableDD {
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.theadTableDD {
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TD.tcellTableDD A:visited {
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.tinactivTableDD {
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H2.res {
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H2.rech {
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